Unser Dienst in über 60 Ländern

Mit Besuchen, Gebet und einer Vielzahl von biblischen Schulungsprogrammen begleitet und stärkt Open Doors Christen in Ländern mit Verfolgung und ermöglicht es ihnen, auch in Bedrängnis ihren Glauben an Jesus zu bezeugen. Es ist das Ziel von Open Doors, diese Christen zu stärken, damit sie auch in einer feindlich gesinnten Umgebung ihren Glauben kraftvoll leben und das Evangelium verkünden.

Die Unterstützung von verfolgten Christen und Gemeinden ist an ihren Bedürfnissen orientiert. Deshalb arbeitet Open Doors eng mit einheimischen Mitarbeitern, Kirchen oder Organisationen vor Ort zusammen – denn sie wissen am besten, welche Hilfe dringend nötig ist.

 

>> Wir arbeiten nachhaltig und verlässlich. Wenn es eine Problemsituation gibt, bleiben wir vor Ort, bis die Situation geklärt ist. Wir verschwinden nicht einfach. Und das gilt auch in Ländern, die nicht in den Schlagzeilen auftauchen.  
Leitender Open Doors Mitarbeiter

Open Doors hat sich zum Ziel gesetzt, in allen Ländern präsent zu sein, in denen es eine verfolgte Kirche gibt. Bisher konnten wir unseren Dienst auf über 60 Länder ausdehnen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bereiche, wo die Not der Kirche am größten ist.

 

1- Die Kirche der Christen mit muslimischem Hintergrund (MBBs)
Wir wollen sicherstellen, dass die Kirche der Christen mit muslimischem Hintergrund weltweit eine starke Identität entwickelt, die sie befähigt, vermehrt Suchende aus dem Islam zu erreichen.

 

2- Der Nahe Osten
Wir wollen sicherstellen, dass der Leib Christi im Nahen Osten die Versuche des islamischen Extremismus übersteht, die Kirche vollkommen auszulöschen.

 

3- Die Kirche in Afrika
Wir wollen sicherstellen, dass die afrikanische Kirche – die größte Kirche weltweit – auf bevorstehende Verfolgung vorbereitet ist und Hilfe im erforderlichen Ausmaß erhält.

 

4- Die hinduistische und buddhistische Welt
Wir wollen sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Christen mit hinduistischem und buddhistischem Hintergrund nicht übersehen werden. Häufig leiden sie unter radikalen, intoleranten Formen ihrer Herkunftsreligionen.

 

5- Fundierte Recherche
Langjährige Netzwerke vor Ort ermöglichen es Open Doors, bis auf Dorfebene nachzuforschen und somit besonders gut auf die Bedürfnisse der verfolgten Christen eingehen zu können. Der Weltverfolgungsindex (WVI) ist ein wichtiges Instrument, um Einsicht in das Wesen, das Ausmaß und den geografischen Zusammenhang der Christenverfolgung zu erhalten.

 

Unsere Einsatzgebiete:

  • Naher und Mittlerer Osten: Nordafrika, Vorderasien, Arabische Halbinsel, Zentralasien
  • Afrika: West-, Ost- und Zentralafrika, Länder südlich der Sahara
  • Asien: Süd- und Südostasien, Indien, China, Nordkorea

 

>> Mit Hilfe der soliden Netzwerke in unserem Tätigkeitsfeld sowie auf regionaler und globaler Ebene ermitteln wir zusammen mit der verfolgten Kirche, wo und wie unsere Arbeit die größte Wirkung hat.

Wir unterstützen die verfolgte Kirche durch…

 

Präsenz

Unsere Teams stehen in direktem Kontakt mit den Opfern von Verfolgung und begleiten sie. Unsere Geschwister sollen wissen, dass sie nicht vergessen sind. Besuche stärken sie und schenken neuen Mut, durch Briefe und Gebete von Christen auf der ganzen Welt werden sie ermutigt.

 

Biblische Schulung

Ausbildungskurse für Leiter, Helfer, junge Christen und Frauen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Unsere Schwerpunkte sind: Theologie, Jüngerschaft, Traumabegleitung, Verfolgungsseminare sowie Frauenförderung.

Pastoren benötigen eine theologisch fundierte Ausbildung, um ihre Gemeinden inmitten der Bedrängnis führen zu können. Speziell entwickelte Seminare helfen Christen, sich auf Verfolgung vorzubereiten und ihr zu begegnen.

Menschen, die erst vor kurzem Jesus kennengelernt haben, bekommen in Jüngerschaftsschulungen die Grundlagen des Glaubens vermittelt. Insbesondere in Ländern, in denen Frauen wenig oder keinen Zugang zu Bildung haben, bieten wir Frauenförderungskurse an. Wir schulen vor Ort Leiter und Mitarbeiter, damit sie traumatisierte Christen begleiten können.

 

Literatur

Wir verteilen Bibeln, christliche Bücher und Unterrichtsmaterialien.

In vielen Ländern, in denen Christen Verfolgung erleben, sind auch der Druck oder die Weitergabe von Bibeln verboten. In Nordkorea oder streng islamischen Ländern beispielsweise kann der Besitz einer Bibel oder einer Broschüre mit christlichem Inhalt zu harten Strafen führen.

Unsere leicht verständlichen, illustrierten Bibeln für Kinder sind auch für Eltern und Erwachsene mit geringer Bildung häufig der Schlüssel zum Verständnis des Evangeliums.

 

Sozioökonomische Hilfsprojekte

Mit Kleinkrediten, Schulungen und Projekten zur Berufsbildung verhelfen wir zu einer Einkommensgrundlage. Wir bieten Alphabetisierungskurse an und unterstützen Selbsthilfegruppen. Wir finanzieren Infrastruktureinrichtungen wie Schulen und Kliniken.

Mit Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten hilft Open Doors, die Rahmenbedingungen für den Lebenserhalt von verfolgten und benachteiligten Christen zu schaffen. Auch Ausbildungsprojekte gehören zu diesem wichtigen Bereich unserer Arbeit. Die Notlage bestimmt die Art der Unterstützung. Ob Gemeinden, Familien, Witwen mit ihren Kindern, Gefangene oder Christen auf der Flucht vor ihren Verfolgern: Open Doors hilft ihnen bedürfnisorientiert. Verschiedene Projekte helfen in unterschiedlichen Situationen und Gegebenheiten.

 

Nothilfe

Wir liefern Hilfsgüter in Konflikt- und Katastrophengebiete und unterstützen Gefangene sowie Familien von Gewaltopfern.

In konkreten Notsituationen hilft Open Doors in enger Abstimmung mit und durch lokale Kirchen und Partner auch durch Nothilfe. Menschen in Krisensituationen oder Christen, die nach Katastrophen benachteiligt werden, werden mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikeln und medizinischer Hilfe versorgt.

Zwischen 2012 und 2017 konnten beispielsweise zehntausende Flüchtlingsfamilien im Irak und in Syrien unterstützt werden.
Wir versuchen, jeweils rasch auf Hilfe zur Selbsthilfe-Projekte umzustellen, indem Christen Mikrokredite zum Aufbau der eigenen Existenz erhalten oder schulische und berufliche Ausbildung bekommen.

 

>> Wir Christen sind alle Teil eines Leibes und berufen, als solcher einander zu tragen, zu unterstützen und zusammenzuwirken. ( vgl. 1. Kor 12, 26)

Ein wichtiges Ziel ist es, die verfolgte Kirche mit dem Rest des Leibes Christi zu verbinden, etwa durch Gebete, Briefe, innovative und sichere Online-Technologie, Solidaritätsaktionen, Advocacy und Präsenzdienst. Indem wir die Botschaft der verfolgten Kirche dem gesamten Leib Christi bringen, bereiten wir diesen auf zunehmende Restriktionen und mangelnde Religionsfreiheit vor.

Die Kinder vermissen  ihre Kirche

Bei ihrem ersten Besuch eines von Open Doors unterstützten Kunstkurses zur Traumatherapie in Jordanien zeichneten viele irakische Flüchtlingskinder dunkle, schwarze Gestalten: Der IS, der ihre Dörfer einnimmt und ihre Kirchen zerstört. Ein paar Wochen später, wenn sie den Kurs abschließen, sind ihre Bilder bunt und lebendig geworden. Sie wissen, wie sie sich ausdrücken und neue Ziele für ihre Zukunft setzen können.



Maran ist die Gründerin von Al Hadaf, einer jordanischen Organisation, die sich an die bedürftigsten Kinder und Frauen wendet. Open Doors unterstützt seit 2015 das Flüchtlingsprogramm von Al Hadaf, das darauf abzielt, die Würde christlicher Flüchtlinge aus dem Irak, und nun auch aus Syrien, wiederherzustellen. Sie führt uns durch ihren Kunstraum für Kinder.

«Viele der Kinder haben gesehen, wie der IS das Kreuz von ihren Kirchen nimmt; das hat sie sehr geprägt. Bei ihrem ersten Besuch fragen wir die Kinder: ‚Was vermisst du am meisten aus dem Irak?‘ Fast alle zeichnen ihre Kirche», sagt sie. «Sie gingen im Irak regelmäßig in die Kirche und liebten die Gemeinschaft.»

Zu Beginn malten viele Kinder große, schwarze Gestalten. «Die dunklen Gestalten repräsentieren den IS und andere Übel, die die Kinder ertragen mussten», erklärt Maran. «Nach einer Weile werden die Bilder klarer, heller und detaillierter; die dunklen Gestalten werden kleiner oder verschwinden. Dies ist ein Zeichen, dass die Kinder ihr Trauma verarbeiten.»

Maran zeigt auf ein besonderes Bild. «Dieses Mädchen war so verletzt, dass es kaum sprach. Sie zeichnete nur einen Baum und ein großes Herz. Sie sagte: ’Ich vermisse mein Zuhause.’ Der Baum repräsentiert ihre Heimat; das Herz ist ihr Schmerz. Es brach mir das Herz.»

Mütter und Kinder werden wütend

Als Nächstes lernen die Kinder, über ihre Gefühle zu sprechen. «Weil die Mutter traumatisiert ist, sind es auch die Kinder», erklärt Maran. «Die Mutter ist wütend auf die Kinder, die Kinder werden wütend auf die Mutter, und sie können nicht gut darüber sprechen. Einige Mütter fühlen sich so machtlos, dass sie ihre Kinder schlagen. Nur zu sagen ’Schlag deine Kinder nicht’, hilft nicht. Stattdessen fragen wir: ’Wieso hast du deine Kinder geschlagen? Das hast du früher nie getan. Das Trauma hat dich verändert.’»



Ein einfaches Hilfsmittel, mit dem Al Hadaf den Eltern und Kindern hilft, die Gefühle des anderen besser zu verstehen, ist eine ’Stimmungsuhr’. «Jeden Tag können die Kinder diese auf ihre Stimmung einstellen: glücklich, in Ordnung, traurig oder wütend.» Al Hadaf erklärt den Müttern: «Wenn die Kinder signalisieren, dass sie traurig oder wütend sind, gebt ihnen etwas Raum und Zeit, und sprecht dann mit ihnen über ihre Gefühle.» Die Uhr hat den Flüchtlingen sehr geholfen. «Es gibt sogar Mütter, die ihren Kindern damit ihre ­Gefühle zeigen.»

«Ich möchte mehr beten.»
Das letzte therapeutische Instrument ist die Zielwolke. «Nach dem Verarbeiten und dem Sprechen über das Trauma, bitten wir die Kinder, sich Ziele zu setzen, an denen sie arbeiten können.»

Im Beispiel, das uns Maran zeigt, hat sich das Kind fünf Ziele gesetzt: «Ich möchte mehr beten. Ich möchte mehr zeichnen. Ich möchte meinen Eltern helfen. Ich möchte auf das hören, was man mir sagt. Ich möchte anfangen, ein Buch zu lesen.»

Maran ist begeistert von der Wirkung dieses einfachen Hilfsmittels. «Die Kinder legen es neben ihr Bett. Sie können sich Ziele für den nächsten Tag setzen und Trauer und Wut durch Gutes ersetzen. Es kostet nicht viel, aber es hilft enorm.»

Maran schaut sich glücklich um. Für Open Doors ist es ein Privileg, im Rahmen unserer Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten» mit so effizienten Organisationen wie Al Hadaf zusammenzuarbeiten und den Christen aus Syrien und dem Irak dabei zu helfen, an einer besseren Zukunft zu arbeiten. /

Mit Ihrer Unterstützung hoffen wir, unsere Partnerschaft zu erweitern, um künftig noch mehr traumatisierte Kinder und Mütter zu erreichen.

Diese Update wurde erstmals im Magazin Dezember 2018 veröffentlicht.

 

Spenden

 

 

Geliebtes Kind


Lorena in einem Kinderzentrum

Bevor Lorenas* Vater Christ wurde, kämpfte er mit einer Guerillagruppe gegen die Regierung. Doch als er sich für ein Leben mit Jesus entschied, wurde aus dem gewalttätigen Mann ein Botschafter für das Evangelium. Einige Kämpfer wurden ebenfalls Christen, was ihn und seine Familie plötzlich zum Ziel von Feindselig­keiten machte.

Als Lorena (im Bild) zehn Jahre alt war, wurde sie entführt: «Einen ganzen Tag lang wurde ich gegen meinen Willen festgehalten. Am nächsten Tag wollten sie mich an einen anderen Ort bringen, aber an einem Busbahnhof begann ich zu schreien. So kam die Polizei und rettete mich», berichtet sie.

«Ich wusste nur, dass ich von meiner Familie getrennt wurde.»

Nach diesem schockierenden Erlebnis traf Lorenas Vater die Entscheidung, sie in einem von Open Doors unterhaltenen Kinderzentrum anzumelden. In diesem Zufluchtsort können Kinder und Jugendliche aus bedrohten und verfolgten Familien in einer geschützten Atmosphäre aufwachsen, lernen und in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen. Doch obwohl ihre Eltern nur das Beste für sie wollten, war die Ankunft im Kinderzentrum eine der schmerzhaftesten Erfahrungen für Lorena. «Ich wusste nicht, wohin sie mich brachten. Ich wusste nur, dass ich von meiner Familie getrennt wurde, und das tat mir weh.»



Eine befreiende ­Entdeckung

Die Mitarbeiter des Kinderzentrums kümmerten sich mit Liebe und Hingabe um Lorena. Sie war in Sicherheit und ihr Glaube an Jesus wurde tiefer. Dennoch blieb der Schmerz über die Trennung von ihrer Familie bestehen. Aber dann entdeckte sie eines Tages eine kleine Mappe. Als sie sie öffnete, stellte sie fest, dass die Mappe die Geschichte ihres Vaters enthielt – die Gründe, warum sie im Kinderzentrum war, und dass ihr Vater für seinen Glauben gelitten hatte. In diesem Moment begriff Lorena, dass ihr Vater sie immer geliebt und sich um sie gesorgt hatte.

Gestärkt in die Zukunft

Allerdings war nicht alles plötzlich einfach. «Die Verfolgung meines Vaters war der Grund, warum ich fern von meiner Familie aufwachsen musste», erklärt Lorena. Doch dann wurde ihr Vater von Open Doors nach Europa eingeladen, um dort in Gemeinden vom Leiden der verfolgten Kirche in Kolumbien zu berichten. Lorena durfte ihn begleiten und auf dieser Reise erleben, wie zwischen ihr und ihrem leiblichen Vater eine tiefere Beziehung entstand. «Meinen Vater zu hören bedeutete, mehr von Gott zu verstehen; es war die perfekte Möglichkeit zu erkennen, dass es meine Berufung ist, ebenfalls Christus zu dienen.» Inzwischen arbeitet Lorena selbst im Kinderzentrum. Ihr Wunsch ist es, Kindern die Liebe Gottes weiterzugeben, die sie selbst erfahren hat. /

*Name geändert

 

Diese Update wurde erstmals im Dezember 2018-Magazin veröffentlicht.

Spenden

 

 

Jahresprojekte

Die jüngsten Glieder der Gemeinde mittragen
Ermöglichen Sie ausgegrenzten Dorfgemeinschaften Zugang zu Entwicklung!
Verhelfen Sie einem MBB-Christen zu einem mutigen Zeugnis!
Stärken Sie verfolgte Pastoren und Jugendliche im Glauben!

Aktuelle Projekte

Seit Beginn der Kämpfe im Irak und in Syrien steht Open Doors den Kirchen mit zahlreichen Hilfsprojekten zur Seite. Nun gibt es Grund zur Hoffnung und vielerorts kehren die Menschen in ihre zerstörten Häuser und Dörfer zurück. Open Doors engagiert sich für den Wiederaufbau und investiert in Hoffnungszentren sowie Business-Projekte.

Verhelfen Sie vertriebenen Christen zu einer neuen Existenz!
Hoffnung wiederherstellen – die nächste Phase der Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten»

Mit Besuchen, Gebet und einer Vielzahl von biblischen Schulungsprogrammen sowie mit Hilfe zur Selbsthilfe begleitet und stärkt Open Doors Christen in Ländern mit Verfolgung und ermöglicht es ihnen, auch in Bedrängnis ihren Glauben an Jesus zu bezeugen.

Open Doors Österreich

BAWAG P.S.K.
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Bitte beachten Sie: Die an Open Doors überwiesenen Spenden sind derzeit steuerlich nicht absetzbar, wir arbeiten aber daran, die steuerliche Absetzbarkeit und Gemeinnützigkeit zu erreichen.