12.01.2018 / news

Weltverfolgungsindex 2018: Die fünf Länder, in denen Christen am stärksten leiden

Am 10. Jänner ist unser Weltverfolgungsindex 2018 veröffentlicht worden! Erfahren Sie mehr über die fünf Länder, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben auszuüben.

Der Weltverfolgungsindex 2018 zeigt auf, dass die Christenverfolgung erneut zugenommen hat. Auch wenn der islamische Extremismus die Hauptursache der Christenverfolgung bleibt, so ist der Anstieg des religiös oder ideologisch geprägten Nationalismus ebenfalls eine ernsthafte Bedrohung.  

In Nordkorea (Nr. 1) steht die Bevölkerung unter der lückenlosen Beobachtung des Staates. Für einen Christen ist es fast unmöglich, der Internierung in einem Arbeitslager oder der Folter zu entgehen. Dennoch leben schätzungsweise 300.000 Christen ihren Glauben versteckt, aber sehr aktiv im Untergrund!

In Afghanistan (Nr. 2) ist der Druck, der auf Christen ausgeübt wird, ebenso unvorstellbar. "Islamische Extremisten stellen eine einzige Frage: Willst du dich uns anschließen? Wenn die Antwort nein ist, dann bedeutet das das Schwert", erklärt eine lokale Quelle. Im Jahr 2017 wurden 21 afghanische Christen getötet.

In Somalia (Nr. 3) gelten Christen als Verräter. Letztes Jahr wurden 23 Christen von den Behörden oder sogar von ihren Familien ermordet.

Im Sudan (Nr. 4) handelt die islamische Regierung nach der Maxime 'eine Religion, Kultur und Sprache'. Den Christen wird kein Freiraum gelassen. Im vergangenen Jahr wurden 27 Kirchen zum Abriss freigegeben. Andere Kirchen und christliche Schulen wurden enteignet.

In Pakistan (Nr. 5) wurden 2017 auf 168 Kirchen Anschläge verübt. Damit bleibt es das Land mit der höchsten Zahl an Gewalttaten gegen Christen, die zusätzlich unter der ständigen Bedrohung durch das Anti-Blasphemie-Gesetz leben müssen.

Während Nepal und Aserbaidschan neu auf der Rangliste der 50 Länder Einzug halten, in denen Christen am stärksten unter Verfolgung zu leiden haben, verlassen zwei afrikanische Länder den Index: die Komoren, wo die Lage der Christen nach wie vor kritisch bleibt, und Tansania, wo sich die Situation der Christen verbessert hat.