Nachrichten Südostasien | 12 Mai 2022

Südostasien: Dhea begegnet Jesus im Gefängnis

Dhea ist in einem streng muslimischen Land in Südostasien aufgewachsen. Als Kind war ihr einziger Wunsch, Allah zu gefallen. Mit 12 Jahren kannte sie den Koran auswendig. Nach einer Reihe von schmerzhaften Umständen landet sie im Gefängnis und hat eine unerwartete Begegnung...

 

 
Show: true / Country: Südostasien /

Dhea ist in einem streng muslimischen Land in Südostasien aufgewachsen. Als Kind war ihr einziger Wunsch, Allah zu gefallen. Mit 12 Jahren kannte sie den Koran auswendig. Nach einer Reihe von schmerzhaften Umständen landet sie im Gefängnis. Dort offenbart sich ihr Jesus.

Dhea ist eine Christin mit muslimischem Hintergrund, die in Südostasien lebt. «Von klein auf hatte ich den Wunsch, Allah zu gefallen«, erinnert sie sich. »Als Sechsjährige begann ich, den Fastenmonat Ramadan einzuhalten. Und ich bat meine Eltern, mich in eine Koranschule zu schicken, um mehr über den Islam zu lernen. Als ich zwölf war, konnte ich den gesamten Koran auswendig. Ich tat das alles, weil ich wirklich wollte, dass Allah mit mir zufrieden ist«, sagt sie.

Mit 15 wird Dhea von einem sehr angesehenen Mann vergewaltigt. Ein tiefer Schock, der umso schmerzhafter ist, als sie glaubt, in die Hölle zu kommen, weil sie schwanger und unverheiratet ist. Ihre Gemeinschaft verurteilt ihr »Verbrechen« mit hundert Peitschenhieben und zwei Jahren Gefängnis.

Eine zufällige Begegnung

Im Gefängnis erkrankt Dhea an Malaria und muss ins Krankenhaus. Ihre Situation scheint misslicher denn je. Doch dann hat sie einen Begegnung, die ihr Leben von Grund auf verändert. »Ich wurde für eine Injektion in einen anderen Raum gebracht, als ein Fremder mich fragte, warum ich im Gefängnis sei. Er schien sehr neugierig über meine Haft. Unser Gespräch dauerte nur ein paar Minuten, dann kehrte ich in den Behandlungsraum zurück«, erzählt Dhea.

Wut und Hoffnung

Nach ihrem Krankenhausaufenthalt kehrt sie ins Gefängnis zurück. Dem Unbekannten gelingt es, ihr eine Bibel zu schicken. »Ich war so wütend auf diesen Mann! Wie konnte er mir das ins Gefängnis schicken? Wenn mich jemand mit diesem Buch gesehen hätte, wäre ich noch mehr bestraft worden«, erinnert sich Dhea. Sie denkt zunächst daran, das Buch zu verbrennen. Dann sagt sie sich, dass sie ohnehin schon in der Hölle landen wird, und dass eine Sünde mehr oder weniger keinen großen Unterschied mehr macht. So beschließt sie, die Bibel zu lesen, bevor sie sie verbrennt.

Die ersten Worte, die sie beim Aufschlagen der Bibel liest, sind Psalm 139,16. »Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war. Im Voraus hast du alles aufgeschrieben; jeder meiner Tage war schon vorgezeichnet, noch ehe der erste begann.« Nach diesem ersten Eindruck ist es ihr unmöglich, die Bibel zu verbrennen! »In den nächsten neun Monaten las ich das Buch jeden Tag. Ich erfuhr Dinge, die ich noch nie zuvor gehört hatte, über einen liebenden Gott, der Sünden vergibt«, beschreibt Dhea ihre Entdeckung.

Eine Stimme im Traum

Kurz darauf hat Dhea einen Traum: Sie geht auf eine Tür zu, aus der ein helles Licht scheint. Hinter ihr ist Dunkelheit, und sie steht vor der Wahl: durch die Tür zu gehen oder in die Dunkelheit zurückzukehren. »Ich entschied mich, durch die Tür zu gehen. Ich betrat einen Ort voller Licht. Eine Helligkeit, wie es sie auf dieser Erde nicht gibt. Es war so trostvoll. Ich spürte eine Hand auf meinem Kopf und hörte eine Stimme, die mir sagte: ›Von heute an werde ich bei dir sein und dich nie wieder verlassen‹«, erzählt sie.

Ein Christ ist schlimmer als ein Mörder

Als Dhea aus dem Gefängnis entlassen wird, weiß sie, dass sie ihrer Familie nicht von ihrem neuen Glauben erzählen darf. Aber sie kann es nicht verschweigen und erzählt ihnen von ihrer Entdeckung. Das Gespräch verläuft nicht gut. »Sie haben mich die halbe Zeit über angeschrien, ich glaube, sie haben nicht einmal gehört, was ich sagte«, bedauert Dhea. Den Islam zu verlassen, ist in ihrem Land ein schwerer Verrat. »Das ist das Schlimmste, was jemand tun kann. Ein Mörder ist besser als eine solche Person, sie hat es nicht verdient, zu leben«, erklärt Dhea.

Dhea musste aus ihrem Land fliehen. Heute dient sie Gott, indem sie Menschen aus ihrem Heimatland in einem Nachbarland hilft.

Sehen Sie, was Dhea selbst erzählt:

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