Zeugnis Ostafrika | 23 Oktober 2023

Ostafrika: Der Weg zur Resilienz

 

 
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Worke* ist nur ein Beispiel dafür, wie widerstandsfähig unsere Schwestern und Brüder in Ostafrika sind. Die Narben in ihrem Gesicht und auf ihrem Körper erinnern sie täglich auf schmerzhafte Weise daran, wie hoch der Preis sein kann, wenn sich jemand in Ostafrika für Jesus entscheidet. Doch ihre Geschichte ist ein Zeugnis für Gottes Versprechen, dass er mit uns durchs Feuer geht.

»Mein Name ist Worke«, sagt die Frau mit einem sorgfältig gebundenen Kopftuch. Der Stoff verdeckt die entstellte Haut, die sie für ihr Leben gezeichnet hat. Worke schämt sich nicht für ihre Brandnarben, aber sie machen sie leicht erkennbar für alle, die das, was diese Narben verursacht hat, zu Ende bringen wollen.

Zu Jesus hingezogen

Wie so viele Kinder in Afrika wuchs auch Worke nicht behütet vor der bitteren Realität des Lebens auf. »Ich wurde in Äthiopien geboren. Meine Kindheit war extrem hart. Jeden Morgen, bevor ich zur Schule ging, musste ich unsere Tiere hüten. Um 13 Uhr musste ich dann 10 Kilometer zur Schule gehen. Meine Familie war sehr arm«, erzählt sie. »Nach einigen Jahren hörte ich auf, zur Schule zu gehen, weil es zu anstrengend war, mit leerem Magen so weit zu gehen... manchmal wurde ich sogar ohnmächtig.«

Als Worke noch ein Kind war, hörte sie das erste Mal das Evangelium. »Es gab eine Kirche, nicht weit von meinem Haus entfernt, und da habe ich von Jesus Christus gehört.«

Workes Eltern waren beide Muslime. Und auch wenn sie nicht besonders gläubig waren, so war es doch ein Risiko, in die Kirche zu gehen. »Spät nachts, wenn meine Eltern schliefen, schlich ich mich mit einer Freundin in die Kirche und hörte mir die Predigt an. Manchmal fanden sonntags auch Konferenzen statt, zu denen Menschen aus verschiedenen Orten zusammenkamen.«

Verstoßen

Als Worke das heiratsfähige Alter erreichte, wurde sie an einen muslimischen Mann vergeben und zog in ein anderes Land. Aber der Ruf Jesu, ihm nachzufolgen, folgte ihr, egal wohin sie ging.

»Die Worte Gottes, die ich hörte, zogen mich immer wieder an, auch nachdem ich geheiratet hatte. Nach dem Tod meines Mannes beschloss ich, mich zu Jesus zu bekennen. Aber dann fand die Familie meines Mannes heraus, dass ich in die Kirche gegangen und Christin geworden war.«

Als Workes Schwiegerfamilie von ihrer Bekehrung erfuhr, wurde sie wütend. Ihre Schwager nahmen ihr alles weg. »Wir wurden aus unserem Haus geworfen. Also nahm ich meine Kinder und ging. Sie nannten mich wertlos, eine Ungläubige. Sie sagten mir, dass mich niemand liebt und dass ich nirgendwo hingehen könnte«, erinnert sie sich.

Durchs Feuer gehen

Um ihre Kinder zu ernähren, begann Worke damit, Waren auf der Straße zu verkaufen. Und trotz der täglichen Herausforderungen konnte ihre kleine Familie ihren Lebensunterhalt bestreiten – dank der Hilfe von Christen in der Gegend.

Dennoch hasste die muslimische Gemeinschaft Worke, und 2016 wurde sie Opfer eines Angriffs, bei dem ihr Sohn und beinahe auch sie selbst ums Leben kam.

»Sie kamen zu mir nach Hause und verschütteten überall Benzin, ohne dass ich es bemerkte. Als ich nach Hause kam, begann ich, das Abendessen zuzubereiten. Als ich ein Streichholz anzündete, fingen meine Hände Feuer. Ich versuchte, meinen Schal zu entfernen, aber dann begannen meine Haare zu brennen. Ich weiß nicht, was danach passiert ist. Meine Tochter und einige andere Leute brachten mich ins Krankenhaus.«

Worke erlitt am ganzen Körper Verbrennungen dritten Grades und lag drei Monate lang bewusstlos auf der Intensivstation. Der Angriff hatte eine Hand und ihr Gesicht schwer verwundet. Dann wachte sie eines Tages auf, nachdem sie Jesus im Traum gesehen hatte. »Er sagte: ›Steh auf, Worke!‹«. Die Ärzte ­waren völlig perplex.

Von Gott getragen

Obwohl sich Worke inzwischen erholt hat, hat sie schmerzhafte Narben im Gesicht und am Körper davongetragen.

»Der Vorfall hat mich sehr getroffen. Ich habe Probleme mit meinem Gedächtnis. Aber wenn ich mir zu viele Sorgen mache, lese ich in der Bibel. Wenn ich die Geschichte von Hiob lese, hilft mir das, mit meinem Leid fertig zu werden. Ich vertraue darauf, dass Gott mir beistehen wird.«

»Es ist Jesus, der mich ermutigt und stärkt. Er gibt mir Halt, trotz all meiner Herausforderungen. Ich bin Gott dankbar, weil er mir geholfen hat. Ich werde nach seinen Geboten und Verheißungen leben.« – Worke

Tausende von Christen in Ostafrika leiden unter gewaltsamer Verfolgung. Vor allem Konvertiten aus muslimischen Familien. Worke ist ein lebendiges Beispiel für diese Realität. Aber auch für Gottes Hoffnung, Liebe und Erlösung.

Durch unsere lokalen Partner konnte Open Doors Worke zur Seite stehen. Wir haben ihr geholfen, ihre Arztrechnungen zu bezahlen und das Nötigste zu kaufen. Zudem konnten wir sie dabei unterstützen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen.

»Allein die Tatsache, dass ich hier bin, ist ein Wunder«, sagt Worke. »Ich wäre schon längst tot, aber Jesus und ihr habt mir geholfen. Ihr und andere Christen habt mir beigestanden, damit ich nicht gezwungen bin, zum Islam zurückzukehren, nur um zu überleben. Ich werde an Jesus festhalten.« 

Workes Glaube wurde im Feuer geprüft, er wurde beständig und kostbarer als Gold. Jetzt will sie von seiner Treue zeugen. »Ich möchte den Menschen das Evangelium weitergeben und ihnen zeigen, wie Jesus mir in all den schwierigen Situationen geholfen hat, die ich durchlebt habe. Mein Mann und mein Sohn sind gestorben, aber ich habe Ruhe im Herrn gefunden.«

«So wird sich euer Glaube bewähren und sich als wertvoller und beständiger erweisen als pures Gold, das im Feuer gereinigt wurde. Lob, Ruhm und Ehre werdet ihr dann an dem Tag empfangen, an dem Christus für alle sichtbar kommt.» 1. Petrus 1,7 

Workes Leben und ihr Glaube sind geprägt davon, wie Gott sie durch seine weltweite Kirche versorgt hat. Das hat sie zu einem unerschütterlichen Engagement für Jesus geführt, trotz unvorstellbaren Leids.

Helfen Sie uns, Worke und die verfolgte Kirche in Ostafrika durch Gebet und Spenden zu unterstützen, damit sie widerstandsfähig bleiben, wenn sie durch die Feuer dieses Lebens gehen.

Beten Sie mit uns für Worke
  • Bitten Sie Gott, Workes emotionale Wunden zu heilen, damit sie seinen Frieden erfährt, der allen Verstand übersteigt.
  • Beten Sie, dass Worke ihren Glauben an Christus bewahrt und sie weiterhin ein Zeugnis für Gottes Treue sein kann.
  • Bitte beten Sie, dass Worke darauf vertraut, dass Gott für ihre täglichen Bedürfnisse sorgt und ihr Wege aufzeigt, wie sie ihr Einkommen erhöhen kann.

 

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