14.01.2022 /
Nordkorea
/ news

Nordkorea: In der Hungersnot den Glauben bewahren

Timothy Chos Zeugnis vermittelt Hoffnung. Und es steht für all die nordkoreanischen Christen, die trotz des Hungers an ihrem Glauben festhalten. 

Seine Botschaft ist klar: Während in Nordkorea Hungersnot herrscht und die Dunkelheit über dem Land liegt, können Christen ihre Hoffnung nur auf Jesus setzen.

Hoffnung mitten in der Verzweiflung

Im Oktober 2021 forderte der Diktator Kim Jong-Un seine Bürger auf, »weniger zu essen, bis die Grenzen zu China wieder geöffnet werden, im Jahr.... 2025!« Viele Nordkoreaner haben bereits jetzt nichts zu essen. Laut der Vereinten Nationen benötigen mehr als 10 Millionen Menschen, das sind 40 % der Bevölkerung, dringend Nahrungsmittelhilfe. Bereits in den 1990er-Jahren hatte eine furchtbare Hungersnot, der »Beschwerliche Weg«, zahlreiche Opfer gefordert und die Bevölkerung spürbar dezimiert.

Trotz der dramatischen Umstände halten die nordkoreanischen Christen an ihrem Glauben und an der Hoffnung fest. »Selbst wenn es nur noch eine Person gäbe, die im Namen Jesu für Nordkorea betet, bin ich sicher, dass Gott ihr Gebet erhören würde«, betont Timothy. Es sind jedoch etwa 400.000 nordkoreanische Untergrundchristen, die für ihr Land im Gebet vor Gott treten!

Prüfungen, die sie zu Gott ziehen

»Oh Vater, wie lange wird diese Finsternis noch über Nordkorea liegen?« Diese Frage richtet Timothy in seinen Gebeten oft an Gott. Von seiner Kindheit an bis zu seiner Flucht aus Nordkorea hat er Menschen sterben sehen. Isolation, Hunger, Unterdrückung, Verfolgung... Er erzählt: »Durch das Leid, das ich gesehen und selbst erlebt habe, habe ich gelernt, mich Gott ganz hinzugeben. Er ist meine Hoffnung!«

Die Realität, die wir nicht sehen

In einem schrecklichen Gefängnis in China eingesperrt, half ihm Hebräer 11,1 durchzuhalten: »Der Glaube ist aber eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.« Timothy erklärt: »Ich wusste nicht, was mit mir geschehen würde, aber ich vertraute auf Gott.«

Heute lebt Timothy im Westen und freut sich auf den Tag, an dem er nach Nordkorea zurückkehren kann: »Ich warte darauf, dass die heimlichen Christen offen beten und Gott preisen, lautstark Loblieder singen und frei in die Kirche gehen können.«

Timothy träumt davon, Jesus in seinem Heimatland zu verkünden und dort Christen zu treffen. Doch Nordkorea ist nach wie vor völlig von der Außenwelt abgeschnitten und gegen jeden von der Ideologie des Regimes abweichenden Einfluss abgeschottet. Die Bevölkerung wird von Hungersnot und der Pandemie heimgesucht, und die Christen werden schwerstens verfolgt. Timothy Cho ist besorgt: Wie werden seine Glaubensgeschwister überleben? Deshalb fordert er uns alle auf, mit ihm für die unterdrückte nordkoreanische Kirche zu beten: »Ich lade euch ein, mit uns für die nordkoreanischen Schwestern und Brüder zu beten.« Dann fügt er abschließend hinzu: »… und für die anderen verfolgten Christen weltweit!«