25.09.2019 /
Nigeria
/ news

Nigeria: Leah Sharibu ist noch am Leben

Die nigerianischen Behörden haben in einer Erklärung versichert, dass Leah Sharibu, eine von Islamisten entführte junge Christin, noch am Leben ist und dass sie auf ihre Freilassung hinarbeiten.

Nigeria vergisst Leah nicht. Am 31. August wies Garba Shehu, der Sprecher des Präsidentenpalastes, Gerüchte zurück, dass Leah ermordet worden sei. «Die Kommunikationskanäle mit der Terrorgruppe, die Leah entführt hat, sind offen – wir arbeiten auf ihre Freilassung hin. Unsere Sicherheitsbehörden haben den Beweis, dass sie lebt und gesund ist, und die Regierung tut alles, was sie kann, um sie sicher zu ihren Eltern zurückzubringen.»

Seit 18 Monaten befindet sich die junge Christin in den Händen der «West African Province of the Islamic State» (ISWAP), einer Fraktion von Boko Haram. Zuerst hatten ihre Entführer gedroht, sie zu töten, dann änderten sie ihre Taktik und kündigten an, sie als Sklavin behalten zu wollen.

Der hohe Preis für ihren Glauben

Im August 2018 wandte sie sich in einer kurzen Nachricht an den Präsidenten und bat ihn um seine Hilfe für sie und ihre Familie.

Im Februar dieses Jahres, ein Jahr nach der Entführung von Leah, rief ihre Mutter den Präsidenten an und bat ihn, sein Versprechen zu halten und ihre Tochter zurückzubringen.

Leah wurde am 19. Februar 2018 aus ihrer Schule in Dapchi, Yobe State, entführt. Von den 110 Mädchen, die mit ihr entführt wurden, wurden 104 freigelassen, sechs bleiben in Gefangenschaft, darunter Leah, die einen hohen Preis dafür bezahlt, dass sie sich weigert, sich von ihrem christlichen Glauben abzuwenden.