28.03.2022 /
Indien
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Indien: Pastor ermordet, 28 weitere auf »Warteliste«

In Zentralindien wurde am 17. März ein Pastor in der Nähe seines Hauses ermordet aufgefunden. Mehrere andere Christen wurden wegen ihres Glaubens mit dem Tod bedroht.

Pastor Yalam Shankar hatte Drohungen von den Naxaliten (eine maoistische Rebellengruppe) erhalten. Sie schritten am 17. März zur Tat und ermordeten ihn in seinem Dorf in Zentralindien. Die Leiche des Ermordeten wurde neben seinem Haus gefunden.

Liste von Christen, die getötet werden sollten

Yalam leitete eine Kirche in Anganpalli im Bezirk Bijapur im Bundesstaat Chhattisgarh. In den letzten Monaten erhielt Pastor Shankar ständig Drohungen. Als er im Jänner nach Hause kam, fand er Papierschnipsel, die an seiner Tür befestigt waren und auf dem Boden in seinem Haus verstreut lagen.
Der zweite Pastor dieser Kirche stand zusammen mit 27 anderen Pastoren und Christen aus der Region auf einer Liste von Christen, die getötet werden sollten.
Auf dem letzten Stück Papier stand geschrieben, dass diese Christen getötet würden, wenn sie jemanden zum Christentum bekehren würden. Trotz dieser Drohungen setzte Pastor Yalam Shankar seine Arbeit fort. Er sagte immer wieder: »Selbst wenn ich mein Leben verlieren sollte, werde ich weiterhin dem Herrn dienen!«

Die Naxaliten werden instrumentalisiert

Die Drohungen waren von den Naxaliten, einer maoistischen Rebellengruppe, unterzeichnet. Es ist nicht das erste Mal, dass sie Christen angreifen. Bereits im Juni 2019 hatten sie drei Gläubige ermordet. Diese Rebellen werden von Extremisten in den Dörfern instrumentalisiert, die das Christentum ausrotten wollen. Da die Naxaliten auf die politische Unterstützung der Dorfbewohner angewiesen sind, beugen sie sich deren Forderungen.