25.06.2020 /
Indien
/ news

Indien: Christliche Familie gezwungen, sich im Wald zu verstecken

Eine indische Familie wurde geschlagen und gezwungen, sich eine ganze Nacht lang im Wald zu verstecken.

Balraj (Name geändert) und seine Familie sind Christen mit hinduistischem Hintergrund. Sie leben in einem schwerzugänglichen Dorf in Indien. Seit ihrer Bekehrung zum Christentum vor einigen Jahren sahen sie sich mit dem Widerstand des Restes des Dorfes konfrontiert.

Balraj und seine Familie haben sich entschieden, nicht mehr an den Ritualen und religiösen Festen des Dorfes teilzunehmen. Die anderen Dorfbewohner drängen sie zur Rückkehr zum hinduistischen Glauben und bedrohen sie sogar. Für diese Dorfbewohner verstößt die Familie gegen die Gemeinschaftsnormen des Dorfes.

»… sonst töten wir euch!«

Balraj erinnert sich an folgende Bedrohung: »In diesem Dorf haben wir unsere Rituale und wir beten unsere Götter und Göttinnen an. Ihr werdet diese fremde Religion, die ihr am besten aufgebt, nicht hereinbringen, sonst töten wir euch.«

Vor kurzem war an einem Abend die gesamte Familie im Haus anwesend, als plötzlich mehrere Dorfbewohner die Tür aufbrachen und sie mit großen Bambusstöcken angriffen. Die Angreifer schlugen heftig auf sie ein und sagten, dass sie sie aus dem Dorf vertreiben würden. Die Familie floh daraufhin in den nahe gelegenen Wald. Sie verbrachten dort die ganze Nacht. Am frühen Morgen fanden sie ihr Haus völlig durchwühlt vor. An diesem Tag versammelte sich das Dorf auf Bitten der Ältesten. Die Dorfbewohner schüchterten die Familie von Balraj ein, die Polizei nicht zu informieren. Sie drohten ihnen auch mit dem Tod. Alle fünf Familienmitglieder wurden schwer verletzt.