25.10.2022 /
Indien
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Indien: Anti-Bekehrungsgesetze richten weiterhin verheerende Schäden an

In den indischen Bundesstaaten, in denen Anti-Bekehrungsgesetze in Kraft getreten sind, haben die Angriffe auf Christen zugenommen.

In Indien kommt es immer häufiger zu falschen Anschuldigungen und Verhaftungen wegen angeblicher Zwangsbekehrungen zum Christentum. In den Bundesstaaten, in denen Anti-Bekehrungsgesetze in Kraft getreten sind, haben die Angriffe auf Christen stark zugenommen. Im September berichteten uns unsere Kontakte allein in Nordindien von mehr als 50 willkürlichen Verhaftungen von Christen. 

Die ständige Angst vor Verhaftungen

In den letzten Wochen wurden mehr als 20 Pastoren festgenommen und fälschlicherweise beschuldigt, Hindus zum Übertritt zum Christentum zu zwingen. Die Anti-Bekehrungsgesetze werden völlig zweckentfremdet und dienen als Vorwand, um Christen ohne jegliche Beweise zu verhaften und zu verurteilen. Abgesehen von den Verhaftungen ermutigt das allgemeine Klima Hindu-Fundamentalisten dazu, Christen körperlich anzugreifen, da sie wissen, dass sie nicht behelligt werden. Christen leben täglich in der Angst, jederzeit verhaftet oder angegriffen zu werden.

Komplizenschaft der Behörden

Diese Angriffe erfolgen mit stillschweigender Zustimmung oder sogar offener Unterstützung der herrschenden Machthaber. Die Regierung führt Hassreden gegen Christen. Sie beschuldigt sie, einen fremden Gott anzubeten und eine Bedrohung für die traditionellen Hindu-Götter darzustellen. Die lokalen Verwaltungen sind Komplizen der Extremisten, die Christen angreifen. Die Polizei selbst begrüßt die Verhaftungen von Pastoren: Die Beamten sind überzeugt, dass sie ihrem Land dienen, indem sie diese »Vaterlandsverräter« aus Indien entfernen. 

Die Christen sind zwischen dem Eifer der Polizei bei der Durchführung von Verhaftungen, dem Eifer der Verwaltung bei der Verurteilung und der allgemeinen Straffreiheit für die Angreifer gefangen.