21.06.2018 /
Iran
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Fussballweltmeisterschaft: Sieben Länder, in denen Christen verfolgt werden

Von den 32 Ländern, die sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben, gehören sieben zu den Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

Sieben der 32 WM-Länder gehören auch zu den Nationen, in denen Christen am meisten verfolgt werden. In diesen Ländern sind Christen nicht frei, ihren Glauben zu leben, ohne Verfolgung in verschiedenen Formen zu erleiden, sei es durch Ablehnung, Isolation, Verweigerung ihrer Rechte und Freiheit oder schlimmer noch, Gewalt.

Iran

Der Iran liegt auf Platz zehn des Weltverfolgungsindex. Das Scharia-Recht wird angewandt, und das Christentum gilt als Bedrohung der nationalen islamischen Identität. Christen mit muslimischem Hintergrund werden nicht anerkannt und dürfen keine Kirchen betreten. Sie müssen sich heimlich in Hauskirchen treffen. Wenn Christen entdeckt werden, riskieren sie Belästigung, Verhaftung, Inhaftierung und manchmal sogar Folter.

Saudi-Arabien

Saudi-Arabien steht auf Platz zwölf des Weltverfolgungsindex. Keinem saudischen Bürger wird das Recht zugestanden Christ zu sein. Ausländische Christen riskieren Ausweisung oder Inhaftierung, und für Christen mit muslimischem Hintergrund kann der Glaube zur Todesstrafe führen.

Nigeria

Nigeria ist das 14. gefährlichste Land für Christen. Im Zentralgürtel werden sie von den Fulani-Hirten religiös verfolgt: Kirchen werden angegriffen, Christen getötet. Im Norden des Landes wenden zwölf Staaten das Scharia-Recht an. Christen werden diskriminiert. Terrorgruppen wie Boko Haram terrorisieren ganze Regionen.

Ägypten

Ägypten steht auf Platz 17 des Index. Die ägyptische Gesellschaft ist zu 90 Prozent muslimisch und übt Druck auf diejenigen aus, die den Islam verlassen haben.

Die Kopten, die grösste christliche Minderheit im Nahen Osten, werden weitgehend diskriminiert, gedemütigt und traumatisiert. Viele Fälle von Angriffen gegen sie werden regelmässig aufgezeichnet.

Der IS droht damit, die Christen auszurotten, er hat bislang mehrere Angriffe gegen sie durchgeführt.

Tunesien

Die islamische Republik Tunesien liegt auf Position 30 des Weltverfolgungsindex. Christen mit muslimischem Hintergrund stehen unter Druck, zum Islam zurückzukehren. Muslimische Familien akzeptieren nicht immer die Bekehrung ihrer Verwandten und können sie ablehnen oder sogar angreifen.

Wenn sich Christen treffen können, überwacht die Polizei ihre Gotteshäuser. Ausländische Christen ihrerseits geniessen Religionsfreiheit.

Mexiko

Das Land liegt auf Rang 30 des Index. Im Süden, innerhalb der Stämme, werden die Christen von den Anhängern des traditionellen Glaubens belästigt. In Regionen mit hohem Drogenhandel werden Christen gewaltsam angegriffen. Insbesondere Kirchen, die Drogenabhängigen helfen, werden von Banden angegriffen, weil dies Auswirkungen auf ihre kriminellen Aktivitäten hat.

Kolumbien

Kolumbien steht auf Platz 49 des Index. Obwohl es ein Land mit christlicher Mehrheit ist, werden Christen in indigenen Gemeinschaften und in von der Regierung verlassenen Gebieten verfolgt. Korruption und die starke Präsenz von Mafia-Netzwerken, Banden und paramilitärischen Gruppen, die das Friedensabkommen von 2016 ablehnten, erschweren die Lage zudem.

Kriminelle Gruppen und Drogenhändler drohen Christen mit dem Tod und pressen ihnen Schutzgelder ab. Trotz allem hat in den letzten Jahren der Einfluss der evangelischen Kirchen in der Gesellschaft zugenommen.