20.06.2019 /
Eritrea
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Eritrea: 30 Christen in Asmara verhaftet

Etwa 30 Christen aus Pfingstgemeinden wurden in Eritreas Hauptstadt Asmara verhaftet. Die Regierung verstärkt ihren Einfluss auf alle Religionen, auch die offiziell anerkannten.

Mehr als 30 Christen aus Pfingstkirchen wurden in den letzten Tagen in Asmara, der Hauptstadt Eritreas, verhaftet.

Die Verhaftungen wurden in drei verschiedenen Stadtteilen vorgenommen, das Szenario war identisch: Christen waren in einem Haus versammelt um miteinander zu beten, als die Polizei hereinplatzte und sie festnahm. Ihnen wurde gesagt, dass sie nur dann freigelassen werden, wenn sie ihren Glauben aufgeben.

Auch für Katholiken schwieriger geworden

Für Katholiken, die in Eritrea einer offiziell zugelassenen Konfession angehören, ist die Situation nicht unbedingt einfacher. Sie sind starkem Druck und einer ständigen Kontrolle ihrer Aktivitäten im ausgesetzt. Die Privatschulen, Kliniken und Waisenhäuser werden genau überwacht, ebenso wie die Arbeit der Organisationen, die unter den Ärmsten arbeiten.

Im Mai 141 Personen verhaftet

Diese neue Welle von Verhaftungen folgt auf jene im Mai, als 141 Personen in Asmara verhaftet wurden.

Auch wenn die eritreische Regierung auf dem Papier die Religionsfreiheit für ihre Bürger anerkennt, werden in Wirklichkeit nur vier Konfessionen offiziell akzeptiert: Die Orthodoxen, Katholiken, Lutheraner und sunnitische Muslime. Ein 2002 verabschiedetes Gesetz verbietet die Religionsausübung außerhalb dieser Konfessionen und macht de facto andere Konfessionen wie Pfingstler illegal.