04.10.2021 /
Kongo DR (DRK)
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DR Kongo: Kirche angegriffen

In der Region Nord-Kivu in der DR Kongo kam es zu neuen islamistischen Anschlägen, bei denen auch eine Kirche angegriffen wurde. In diesem Klima der Gewalt beten die Christen darum, fest in ihrem Glauben zu bleiben.

Die Nachrichten in Nord-Kivu wurden in den letzten Wochen von Terrorismus dominiert. Atonisha (Name geändert), einer unserer Kontakte vor Ort, sagt: »Das ist eine islamische Bedrohung. Wir bitten Gott, den Christen zu helfen, ihren Glauben zu bewahren.»
Dieser Aufruf zum Gebet wenige kam Tage nach dem jüngsten Angriff, bei dem eine katholische Kirche verwüstet wurde.

2 Explosionen und 1 Bombe neutralisiert

Am frühen Morgen erschütterte ein lauter Knall die Nachbarschaft. In der katholischen Kirche Emmanuel in der Stadt Beni war gerade eine selbstgebastelte Bombe explodiert. Zwei Frauen, die den für diesen Morgen geplanten Gottesdienst vorbereiteten, wurden verletzt.
Laut Atonisha wurde die Bombe am Vorabend gelegt: »Der Mann muss am Samstag während des Jugendgottesdienstes die Kirche betreten und sich als Kirchenbesucher ausgegeben haben.«
Die gesamte Gemeinde war durch die Explosion geschockt und lebt in Angst. Atonisha sagt: »Von draußen sah ich die Schäden der Explosion und die Menschen, die sehr besorgt waren. Mütter und Gemeindemitglieder weinten.«
Laut unseren Quellen vor Ort wurde eine Stunde später eine zweite Bombe aus einer anderen Kirche, der St. Theresia-Kirche, entfernt, bevor sie explodieren konnte.

Islamistische ADF hinter Angriffen

Am Abend desselben Tages zündete ein Selbstmordattentäter in der Nähe einer Bar die Bombe, die er bei sich trug. Er wurde als einer der Rekrutierer der islamistischen Terrorgruppe ADF (Allied Democratic Forces) identifiziert. Das bestätigt die Beteiligung dieser Gruppe an den Angriffen.
Die Gewalt geschah trotz staatlicher Maßnahmen, die die terroristische Bedrohung eindämmen sollten. »Wir hatten gehofft, dass das mehr Sicherheit bringen würde. Als dieser Angriff geschah, hat mich das sehr betroffen gemacht. Die Menschen sind deprimiert und verzweifelt«, so Atonisha abschließend.