15.06.2019 /
China
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China: Christen «eingeladen» den Glauben an Partei-Kultur anzupassen

In China wurden christliche Leiter zu einem Trainingskurs eingeladen, bei dem sie versprechen mussten, ihren Glauben stärker mit der chinesischen Kultur in Einklang zu bringen.

Religion mit der chinesischen sozialistischen Gesellschaft zu vereinbaren ist seit seinem Amtsantritt 2012 eine der politischen Prioritäten von Präsident Xi Jinping. In der Praxis hat dies zu einer drastischen Einschränkung der Meinungsfreiheit und einem erhöhten Druck auf die Christen geführt, sich an die Vorgaben der einzigen Partei des Landes zu halten.

Hunderte Schließungen

In ihrem Jahresbericht 2019 äußerte die «Amerikanische Kommission für Religionsfreiheit» (USCIRF) ihre Besorgnis über die Anzahl der Polizeirazzien bei christlichen Treffen und die Schließung von hunderten von Hauskirchen, die aufgrund ihrer Unabhängigkeit außerhalb der Kontrolle des Staates liegen. Damit findet sich China erneut auf der Liste der Länder, in denen die Situation besonders beunruhigend ist und in denen die Religionsfreiheit noch immer gefährdet ist.

Junge Menschen im Visier der Regierung

Im ganzen Land haben die Einschränkungen beim Religionsunterricht für Jugendliche und Kinder zugenommen. Ein Beobachter meint: «Junge Christen sind das Ziel der Propaganda der Kommunistischen Partei. Durch politische Reden und Kampagnen versucht die Partei, sie zu beeindrucken und zu beeinflussen.»

Christliche Kindertagesstätten und Sonntagsschulen mussten schließen, Sommerlager wurden verboten und die Regierung versucht sicherzustellen, dass kein Kind unter 18 Jahren in die Kirche gehen kann.