27.01.2021 /
Algerien
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Algerien: Moscheen wieder geöffnet, aber keine Kirchen

In Algerien werden die Moscheen, die wegen der Covid-19-Pandemie geschlossen wurden, allmählich wieder geöffnet, nicht aber die christlichen Kirchen.

Wegen der Covid-19-Pandemie, die Algerien zur gleichen Zeit wie den Rest der Welt heimsuchte, wurden ab Mitte März alle Moscheen geschlossen. Anfang August beschlossen die Behörden, sie schrittweise wieder zu öffnen, beginnend mit Moscheen mit mehr als 1000 Gläubigen, aber über die Kirchen wurde nichts gesagt.

Am 27. Oktober 2020 veröffentlichten die Behörden der Provinz Tizi Ouzou in der Kabylei, in der die Mehrheit der algerischen Christen lebt, die Liste religiösen Gebäude, die wiedereröffnet werden dürfen. Diese Liste umfasst 183 Moscheen, von denen einige weniger als 1000 Gläubige haben, im Gegensatz zu dem, was ursprünglich von der Regierung beschlossen wurde. Keine Kirche steht auf der Liste.

»Eindeutige Diskriminierung«

Ein Beobachter sagt, »dass es sich hier eindeutig um Diskriminierung und Ungerechtigkeit gegenüber den algerischen christlichen Kirchen handelt. Es zeigt, dass die Regierung Christen als Bürger zweiter Klasse betrachtet und sie nicht mit Muslimen gleichstellt.«

In der Provinz Tizi Ouzou gibt es 25 Kirchen, die der Evangelischen Kirche Algeriens (EPA) angeschlossen sind. Keine dieser Kirchen hat die Erlaubnis zur Wiedereröffnung erhalten. Das bedeutet, dass diese 25 Kirchen sowie alle anderen Kirchen, die über das algerische Staatsgebiet verteilt sind, geschlossen bleiben.

Es ist drei Jahre her, dass die algerischen Behörden eine Kampagne gegen die EPA-Kirchen gestartet haben. 13 wurden geschlossen, und mehreren anderen wurde befohlen, alle Aktivitäten einzustellen.