14.02.2020 /
Algerien
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Algerien: Gericht ordnet Schließung zweier Kirchen an

Zwei protestantische Gotteshäuser in Algerien wurden nach einer kurzen Zeit der Öffnung wieder geschlossen.

Die Frage lautet, ob Algerien bereits wieder in eine neue Welle von Kirchenschließungen zusteuert: Zwei protestantische Gemeinden haben gerade die Anordnung erhalten, zum Jahresanfang zu schließen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinde in El Ayaïda und eine in Oran.

Sie waren bereits am 9. November 2017 bzw. am 27. Februar 2018 versiegelt worden, bevor sie im Juni 2019 auf Anordnung der Behörden von Oran wieder geöffnet wurden.

Schließung angeprangert

In ihrer am 19. Jänner veröffentlichten Pressemitteilung prangerte die Evangelische Kirche von Algerien (EPA) »die Verfolgung, die Ungerechtigkeit und den Druck an, unter dem sie seit mehr als drei Jahren steht«, erklärte aber, dass sie weiterhin zuversichtlich sei, »was den positiven Ausgang dieser Situation betrifft.« Die EPA fordert die algerischen Behörden auf, »dieser Welle der missbräuchlichen Schließung protestantischer Gotteshäuser ein Ende zu setzen und mit der Wiedereröffnung der bereits versiegelten Orte fortzufahren.«

Die Welle der Kirchenschließungen in Algerien begann im November 2018. Seitdem sind mehr als ein Dutzend geschlossen worden.