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Mit 59 gewalttätigen Verfolgungs-Fällen seit Anfang des Jahres bestätigt Uttar Pradesh seinen Status als Indiens gewalttätigster Staat gegen Christen.
Antichristliche Gewalt hat in Uttar Pradesh, dem bevölkerungsreichsten Staat Indiens, ein Rekordniveau erreicht, so eine Studie, die in «Violence Monitor» veröffentlicht wurde, einer monatlichen Zeitschrift, die Gewalt gegen Minderheiten in diesem asiatischen Land dokumentiert.
Dieser Staat ist für Christen zur feindlichsten Region des Landes geworden.
25 Fälle im September
Zwischen Jänner und Oktober 2018 wurden in Uttar Pradesh 59 Verfolgungs-Fälle gegen Christen gemeldet. Und allein im September wurden 25 Fälle von religiöser Intoleranz gemeldet, davon 20 in Jaunpur. Jaunpur ist der Wahlkreis von Narendra Modi, dem indischen Premierminister.
In mehreren anderen indischen Bundesstaaten ist ebenfalls antichristliche Verfolgung zu beobachten: Unterbrechung der Gottesdienste, gewalttätige Angriffe der Polizei, Kirchen die von Zerstörung bedroht werden.
Angriffe in verschiedenen Bundesstaaten
Christen haben Angst; in den meisten Fällen wurden sie unter anderem wegen ihrer Lieder und Gebete beschuldigt, andere Menschen zur Bekehrung zu zwingen.
Der September war für die Christen in Indien der schlechteste Monat des Jahres.
Angst im Vorfeld der Wahlen
Am Vorabend der Wahlen 2019 sehen Nationalisten der Bharatiya Janata Party (BJP), der herrschenden Partei von Narendra Modi und anderer hinduistischer Gruppen die christliche Präsenz als Bedrohung. Manoj Nayak, ein Priester aus Uttar Pradesh, sagte der «Fides Agency»: «Wir sind eine Minderheit unter der indischen Bevölkerung, aber es scheint, dass unsere Präsenz als Bedrohung durch die geheime Agenda extremistischer Gruppen angesehen wird.»