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Den Glauben an Gott aufgeben, um ein Diplom zu bekommen – das ist das Dilemma, vor dem junge Christen in China zunehmend stehen. Seit dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften im Februar letzten Jahres hat der Druck auf die Christen noch weiter zugenommen.
Das Druck auf Chinas Christen steigt wieder. Die Regierung will nicht, dass die jüngeren Generationen Zugang zu religiösem Wissen haben. Das Bildungssystem übt Druck auf sie aus. Mehrere Beispiele zeugen davon.
Laut einem internen Dokument dürfen auch ausländische Lehrer und Schüler Religiöses nicht predigen oder fördern, und lokale Schüler dürfen ihre Religion nicht mit anderen diskutieren oder in religiöse Aktivitäten einbeziehen.
Pastoren eingeladen, «in die Reihe zu kommen»
Im Oktober mussten Schüler von zwei Sekundarschulen in der Provinz Zhejiang ein Formular ausfüllen, aus dem hervorging, dass sie keiner Religion nachgehen.
In den letzten Wochen standen auch viele nicht registrierte Kirchen im Südwesten der Provinz Sichuan unter Druck, sich der Patriotischen Bewegung der Drei-Selbst-Kirchen anzuschließen. Ein lokaler Christ erzählte «ChinaAid», einer in den USA ansäßigen Interessenvertretung: «Die Pastoren haben eine letzte Warnung von der Regierung erhalten. Sie haben zwei Wochen Zeit, um eine Entscheidung zu treffen: Entweder der Bewegung der Drei-Selbst-Kirche beizutreten – die staatlich kontrolliert ist – oder aufgelöst zu werden.»
100 Beamte geschult
Der Provinzausschuss für ethnische und religiöse Angelegenheiten der Provinz Sichuan berichtete auf seiner Website, dass er mehr als 100 Beamte geschult hat, um bei der «Strafverfolgung» bei der Kontrolle von Kirchen in der Provinz zu helfen, berichtet «ChinaAid».
Im August unterzeichneten 279 Kirchenführer einen öffentlichen Brief an die chinesische Regierung, in dem sie sie aufforderten, ihre «gewalttätigen Aktionen» gegen Christen einzustellen, da die Kirchen gezwungen sind, sich staatlichen religiösen Organisationen anzuschließen.
Die Patriotische Bewegung der Drei-Selbst-Kirchen wurde 1950 gegründet. Sie hat etwa fünfzehn Millionen Mitglieder und ist die einzige Form der von der chinesischen Regierung offiziell anerkannten protestantischen Kirche. Da sie jedoch vom Staat kontrolliert wird, ist sie leichter zu sanktionieren. Die Freiheiten sind begrenzt.