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Text: Amekidia* war erst 17 Jahre alt, als sie beschloss, Jesus nachzufolgen. Damit wandte sie sich bewusst von der traditionellen afrikanischen Religion ab, der ihre Familie folgte. Als Reaktion darauf stellten ihre Eltern die Finanzierung ihrer Schulausbildung ein, da sie ihren neu gefundenen Glauben entschieden ablehnten.
Die heute 20-jährige Amekidia schloss sich nach ihrer Entscheidung für Jesus im Jahr 2023 einer lokalen Gemeinde an. Bei Anhängern traditioneller afrikanischer Religionen spielt die Gemeinschaft eine zentrale Rolle im Leben und im Glauben eines Menschen. Deshalb wurde Amekidias Abkehr von den religiösen Traditionen als Verrat an der Gemeinschaft und an ihrer Familie angesehen. Und das hatte Konsequenzen.
»Nachdem ich Christin geworden war, wandten sich meine Eltern wegen meines Glaubens gegen mich. Sie wollten mich verheiraten, aber ich weigerte mich«,
— erklärt Amekidia.
erklärt Amekidia
Familien und Dorfgemeinschaften setzen junge Frauen in derartigen Situationen oft unter Druck, um sie zur Rückkehr zu den traditionellen religiösen Praktiken zu zwingen. Da Amekidia jedoch weder bereit war, ihren Glauben aufzugeben, noch zu heiraten, eskalierte die Situation. »Weil ich mich weigerte, haben meine Eltern mich von zu Hause verjagt«, erklärt sie. »Als ich gezwungen war zu gehen, zog ich zu meinem Onkel, der sich seitdem um mich kümmert.«
Doch auch dort war Amekidia nicht sicher. Am 15. September 2025 lauerten ihr zwei Männer auf, als sie gerade auf dem Heimweg von einem nahegelegenen Geschäft war. Einer der beiden war der Mann, der als ihr Ehemann ausgewählt worden war. Die Männer entführten Amekidia und brachten sie in ein nahegelegenes Dorf. Dort wurde sie in einer in einem Haus festgehalten und sexuell missbraucht.
Als sie am nächsten Tag für einen Moment alleine war, gelang Amekidia die Flucht. Sie lieh sich ein Telefon und kontaktierte ihren Pastor, der den Vorfall sofort der Polizei meldete und dafür sorgte, dass sie medizinisch versorgt wurde. Obwohl der Fall den Behörden gemeldet wurde, wurden ihr Pastor und ihr Onkel bedroht und davor gewarnt, die Angelegenheit weiter zu verfolgen.
Auch nach dieser dramatischen Erfahrung weigerte sich Amekidia, ihren Glauben an Jesus aufzugeben. Lokale Partner von Open Doors nahmen Kontakt zu ihr auf, um für sie zu beten und sie zu ermutigten. Sie ermöglichten ihr auch, ihre Ausbildung fortzusetzen. Mittlerweile hat Amekidia neue Hoffnung für die Zukunft geschöpft.
Bis heute lehnen einige Mitglieder ihrer Familie sie wegen ihres Glaubens ab. Dennoch ist sie weiterhin entschlossen, Jesus nachzufolgen und im Vertrauen auf Gottes Fürsorge hoffnungsvoll nach vorne zu blicken. Ameikida sagt:
»Ich mache gute Fortschritte. Jetzt bin ich frei, auch wenn meine Familie mich immer noch ablehnt. Bitte schließt mich in eure Gebete ein, damit ich ein selbstbestimmtes Leben führen kann.«