Open Doors Österreich
Portrait of Evangelist Cho - extended

4 Minuten Lesezeit

ZeugnisNordkorea

Nordkorea: Glauben unmöglich?

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Jesus in Nordkorea zu folgen ist so gefährlich, dass es eigentlich unmöglich sein müsste. Und dennoch wirkt Gott auch dort...

Wenn es hungernden Nordkoreanern gelingt, die Grenze zu China zu überqueren, sind sie dadurch noch nicht in Sicherheit. Wenn sie von den Grenzsoldaten entdeckt werden, werden sie sofort in ihr Herkunftsland zurückgeschickt, wo sie verhört und gefoltert, zu Zwangsarbeit verurteilt oder getötet werden.

Obwohl er sich der Gefahr bewusst ist, reist unser Partner Cho* einmal pro Woche an die nordkoreanische Grenze, um nach Flüchtlingen zu suchen und sie mit Wasser, Nahrung und einer Unterkunft zu versorgen. Dazu muss er die gefährlichen Hänge des Grenzgebirges erklimmen.

Eines Tages begegnet er einem jungen Paar, Eun-Yeong* und Cheol-Ho*, die zunächst versuchen, vor ihm zu fliehen, damit er sie nicht denunziert. Aber Cho stellt eine Tasche mit Lebensmitteln und Wasser sowie Planen und Decken zum Bau einer Notunterkunft auf den Boden. Dann geht er weg.

»Warum tust du das?«

Am nächsten Tag kommt er zurück. Eun-Yeong und Cheol-Ho empfangen ihn mit weniger Misstrauen und im Laufe dieser Begegnungen entsteht ein Dialog:

  • Eun-Yeong: »Warum tust du das?«
  • Cho: »Wegen eines Mannes namens Jesus. Er ist der Sohn Gottes, er liebt euch. Ich habe euch ein Buch mitgebracht, das von ihm erzählt.«
  • Eun-Yeong: »Ich glaube nicht an Gott. Danke für das Essen, aber wir wollen nichts mit Aberglauben zu tun haben.«
  • Cho: »Dieses Buch ist für euch. Es steht euch frei, es zu lesen oder nicht. Ich komme wieder. Überlegt euch in der Zwischenzeit, wie es weitergehen soll. Ihr könnt nicht lange in diesem Wald bleiben, es ist nicht sicher.«

Ein Traum und ein Zufluchtsort

Derzeit haben alle nordkoreanischen Flüchtlinge die Wahl, entweder durch den Regenwald bis nach Myanmar oder Laos zu fliehen oder die gefährliche Wüste Gobi zu durchqueren, um die Mongolei zu erreichen. Bei seinem nächsten Besuch stellt Cho überrascht fest, dass Eun-Yeong und Cheol-Ho sich ganz anders entschieden haben. Eun-Yeong erzählt ihm, dass sie einen Traum hatte, in dem ein Mann sie bei ihrem Namen rief. Könnte dies Jesus gewesen sein? Um sich die Zeit zu vertreiben, haben sie und Cheol-Ho begonnen, die Bibel zu lesen…

Cho wagt also alles und schlägt ihnen vor, sich einem Zufluchtshaus anzuschließen, wo andere Nordkoreaner wie sie aufgenommen werden und wo sie die Bibel kennenlernen. Über sein Partnernetzwerk an der nordkoreanischen Grenze unterhält Open Doors ein ganzes Netz von »Zufluchtshäusern« für Flüchtlinge aus Nordkorea. Eun-Yeong und Cheol-Ho nehmen das Angebot freudig an.

Zurück nach Nordkorea

Nach einiger Zeit übergeben die beiden jungen Nordkoreaner ihr Leben Jesus. Dann treffen sie eine unvorstellbare Entscheidung: Sie möchten in ihr Land zurückkehren, um dort das Evangelium zu verbreiten! Ein Jahr später erhält Cho eine verschlüsselte Nachricht: »Unsere Familie ist auf fünf Personen angewachsen.« Dem Paar ist es gelungen, in einem Land, das dem Glauben gegenüber als völlig verschlossen gilt, drei Menschen zu Jesus zu führen.

Wir schätzen, dass es heute dank mutigen Christen wie Cho, Eun-Yeong und Cheol-Ho 400.000 Christen in Nordkorea gibt. Unvorstellbar! Cho ist motiviert, weiterzumachen: »Ich möchte Leben retten.«Dabei leitet ihn dieser Vers:»Bei Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich.« (Matthäus 19,26).

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert

Bitte beten Sie für Christen in Nordkorea!

  • Vor kurzem ist Cho verstorben, doch er tat diesen Dienst, bis sein Alter es nicht mehr zuließ. Beten Sie für die »Berg-Evangelisten«, die seinen Dienst fortsetzen.
  • Bitte beten Sie für die Zufluchtshäuser, damit sie Orte der Heilung sind und jeder, der sie betritt, nicht nur körperlich versorgt wird, sondern auch die kraftvolle und verwandelnde Liebe Jesu erfahren darf.
  • Beten Sie, dass Gott die Herzen der regierenden Kim-Dynastie zu sich zieht, damit das Land verändert wird.