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NachrichtenBangladesch

Bangladesch: Folgen des Kriegs zwischen Israel und Palästina für Christen

In Bangladesch sind Christen aufgrund der Auswirkungen des Krieges zwischen Palästina und Israel in Sorge und haben Angst vor Verfolgung und Angriffen durch die lokale muslimische Bevölkerung.

Wie in anderen muslimischen Ländern hat der aktuelle Krieg zwischen der Hamas und Israel Auswirkungen auf die christliche Gemeinschaft in Bangladesch, insbesondere auf Christen mit muslimischem Hintergrund.

Die Angst unter Christen wächst, da sich Hassreden und israelfeindliche Gespräche unter Muslimen überall verbreiten und es für Christen sehr schwierig geworden ist, sich mit dem Krieg auseinanderzusetzen oder darüber zu sprechen. Denn Muslime betrachten Christen als Unterstützer oder Teil von Israel. Die meisten von ihnen sehen diesen Krieg als einen Krieg zwischen Muslimen und Juden und Christen an. Für sie sind der Islam oder Muslime generell die Opfer und Betroffenen und nicht ausschließlich die Palästinenser (unabhängig von ihrer Religion).

Rachedrohungen

An vielen Orten in Bangladesch werden Christen als Folge des anhaltenden Krieges tätlich angegriffen. Berichten zufolge nutzen einige Muslime in Bangladesch die Situation aus, um Christen zu beschuldigen, sie würden Muslime verfolgen, und ihnen im Gegenzug zu drohen, sie aus Rache zu verletzen.

Aus dem Norden Bangladeschs wird berichtet, dass einige muslimische Gruppen christliche Häuser aufsuchen, insbesondere Gläubige mit muslimischem Hintergrund (MBBs), und damit drohen, sich für das, was den Palästinensern widerfährt, zu rächen. Sie gehen von Haus zu Haus und fordern die MBBs offen auf, ihren Glauben an Jesus aufzugeben und zum Islam zurückzukehren – andernfalls würden sie sie angreifen und aus dem Dorf werfen.

»Blut für Blut, Leben für Leben«

Ein lokaler Pastor aus dem Norden Bangladeschs berichtete: »Eine Gruppe von Muslimen besuchte mich und fragte mich, warum ich zum Christentum konvertiert sei und was ich nach der Konversion bekommen habe. Sie forderten mich auf, meinen Glauben an Jesus aufzugeben, aber ich weigerte mich, darüber zu diskutieren. Dann kündigten sie offen ihre Pläne an, sich für die Geschehnisse in Palästina zu rächen. Sie werden eine große Kundgebung auf einem örtlichen Markt abhalten und dann Christen angreifen. Sie verkündeten ›Blut für Blut, Leben für Leben‹ als ihren Slogan.«

Und er fügte hinzu:

»Wir haben hier etwa 40 christliche Familien, und wir leben in Angst und Panik vor Verfolgung. Sie könnten uns jederzeit angreifen. Bitte betet für unseren Schutz.«

Einer unserer Partner vor Ort wurde ebenfalls mit einer solchen unerwarteten Situation konfrontiert. Sein Nachbar, ein Imam, sagte zu ihm : »Ihr Christen tötet Muslime (Palästinenser) einen nach dem anderen. Also sollten auch wir (Muslime) einen Christen nach dem anderen in unserem Land töten. Dann werden Christen aufhören, Muslime zu töten.« Das ereignete sich, während unser Partner in einem Hotel frühstückte, und nach und nach schlossen sich viele andere Muslime dem Imam an und begannen, ihn zu bedrängen. Irgendwie gelang es ihm, der Menge zu entkommen.

Die Christen in Bangladesch brauchen unser Gebet, damit diese unerwartete Feindseligkeit aufhört.