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Anti-Bekehrungsgesetz in Nepal: Südkoreanischer Christ ausgewiesen

Auf Grundlage des Anti-Bekehrungsgesetzes wurde ein südkoreanischer Christ kürzlich aus Nepal ausgewiesen, weil er evangelisiert hatte.

Am 10. April wies die nepalesische Regierung Yeon He Lee, einen christlichen Staatsbürger aus Südkorea, aus. Das Innenministerium hatte diese Maßnahme ergriffen, nachdem die Behörde erfahren hatte, dass er in Nepal evangelisiert hatte. Zudem wurde ihm die Rückkehr nach Nepal für ein Jahr untersagt. All dies aufgrund des Anti-Bekehrungsgesetzes, das in diesem mehrheitlich hinduistischen Land gilt.

Evangelisieren verboten!

Die Untersuchung wurde aufgrund einer Beschwerde gegen Yeon He Lee eingeleitet. Der südkoreanische Christ verfügte über ein Touristenvisum, das am 23. Mai 2023 auslaufen sollte. Die nepalesischen Behörden werfen ihm jedoch vor, es zum Evangelisieren missbraucht zu haben, was in Nepal illegal ist.

Nepal ist seit der Abschaffung der Monarchie im Jahr 2008 ein offiziell säkularer Staat. Laut eines Artikels im nepalesischen Strafgesetzbuch, der 2017 in Kraft trat, ist Missionierung jedoch verboten. Ein Verstoß wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren und einer Geldstrafe von bis zu fünfzigtausend Rupien (rund 350 EUR) geahndet. Wenn die evangelisierende Person ausländische Staatsbürgerschaft besitzt, wird sie innerhalb von sieben Tagen nach Ablauf der Haftstrafe aus Nepal ausgewiesen. Dieses Anti-Bekehrungsgesetz wird im Allgemeinen gegen Christen eingesetzt, die es wagen, frei über ihren Glauben zu sprechen.

Quelle: The Annapurna Express