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Anooshavan wurde ursprünglich zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er eine Hauskirche geleitet hatte, wurde aber nach «nur» einem Jahr im Gefängnis freigelassen.
Anooshavan Avedian, ein iranisch-armenischer Pastor, wurde jetzt aus seiner Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran freigelassen.
Der Freispruch von Anooshavan stellt einen bedeutenden Wendepunkt im Kampf für die Religionsfreiheit im Iran dar. Die Entscheidung kommt zu einer Zeit, in der die internationale Gemeinschaft, insbesondere der UN-Menschenrechtsausschuss, ihre Forderungen nach der Freilassung von Gefangenen, die wegen ihres Glaubens inhaftiert sind, intensiviert.
Im vergangenen Jahr forderte der Ausschuss den Iran auf, »Personen, die wegen der Ausübung ihres Rechts auf Religions- oder Glaubensfreiheit inhaftiert sind, unverzüglich freizulassen«und ihnen eine»angemessene Entschädigung« anzubieten.
Die Menschenrechtsorganisation »Article18« hatte sich in ihrer Mitteilung im Juli an die Vereinten Nationen für die Freilassung von Anooshavan neben anderen als Gewissensgefangene inhaftierten Christen eingesetzt. Anooshavan war einer von vier iranischen Christen, für die wir bereits gebetet hatten. Von den vier ist nur noch Mina im Gefängnis.
Die Freilassung von Anooshavan stellt zwar einen bedeutenden Sieg dar, erinnert jedoch daran, wie wichtig es ist, weiterhin für unsere inhaftierten Schwestern und Brüder zu beten und sich für sie einzusetzen. Es ist zwingend notwendig, die internationale Gemeinschaft stärker auf die Verfolgung von Christen im Iran aufmerksam zu machen. Es ist auch von entscheidender Bedeutung, dass Regierungen, Menschenrechtsorganisationen und Entscheidungsträger auf der ganzen Welt sich weiterhin zu Wort melden und handeln, um die Rechte und die Freiheit aller Christen zu schützen.
Beten wir also weiterhin für Mina und die anderen inhaftierten Schwestern und Brüder. Derzeit verbüßen mindestens 21 weitere Christen aufgrund ihres Glaubens Haftstrafen im Iran, mindestens zehn davon im Evin-Gefängnis. Unter ihnen ist auch Hakop Gochumyan, ein armenischer Staatsbürger, der ebenfalls zu zehn Jahren verurteilt wurde, weil er, wie die Behörden es nennen, »abweichenden Proselytismus« betreibt.
Quelle: Article18