21.01.2021 /
Vietnam
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Vietnam: Frei nach vier Jahren Gefängnis

Der vietnamesische Pastor A Dao, der wegen seines Einsatzes für Religionsfreiheit vier Jahre lang hinter Gittern verbringen musste, ist freigelassen worden.

Pastor A Dao wurde nach vier Jahren hinter Gittern entlassen. Er sagt, er sei gefoltert und gezwungen worden, eine Straftat zu gestehen, die er nicht begangen habe. Die Behörden schikanierten seine Kirche weiterhin, während er inhaftiert war.

Der Pastor der «Evangelischen Montagnard-Kirche Christi» (Ureinwohner des zentralvietnamesischen Hochlandes) wurde im August 2016 auf der Rückreise von Osttimor verhaftet, wo er an einer Konferenz über Religionsfreiheit teilgenommen hatte. Seine Familie blieb fünf Tage lang ohne Nachricht von ihm, bevor sie erfuhr, dass er verhaftet worden war. Im April 2017 wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, weil er angeblich Menschen geholfen hätte, das Land illegal zu verlassen.

Ein ermutigendes Zeichen

Die Kommission der US-Regierung, die die Religionsfreiheit weltweit beobachtet und sich für seine Freilassung eingesetzt hat, begrüßte diese Nachricht. Sie hoffe, dass dies ein Zeichen dafür sei, dass Vietnam sich von einem totalitären Anti-Gottes-Staat zu einem Staat entwickle, in dem Religion im Allgemeinen und das Christentum im Besonderen frei praktiziert werden könne, erklärte ein Sprecher.

Ferner forderte er die vietnamesischen Behörden auf, Dao zu schützen, sollte er in sein Dorf zurückkehren wollen. Tatsächlich leiden Christen, die nicht-traditionellen, meist protestantischen Kirchen angehören, Christen buddhistischen Ursprungs und solche, die indigenen Stämmen angehören, unter intensiver Verfolgung durch ihre Familien und Dorfvorsteher. Sie werden aufgrund ihres Glaubens von der Gesellschaft ausgeschlossen, diskriminiert und Gewalt ausgesetzt.