13.03.2020 /
Nordkorea
/ news

Nordkorea: Dringend benötigte Hilfe kommt bei Christen an

Während der Ausbruch des COVID-19-Virus Südkorea nach China am stärksten getroffen hat, bestreitet Nordkorea nach wie vor hartnäckig, dass es in seinem Gebiet irgendwelche Fälle gibt.

Es gibt nur wenige ausgebildete Ärzte in Nordkorea und die Bevölkerung muss ihre Dienste häufig bezahlen, obwohl die Gesundheitsversorgung offiziell kostenlos ist. Wenn jemand krank ist, geht ein Familienmitglied in der Regel zum «Jangmadang» (Schwarzmarkt) und versucht jemanden zu finden, der Medikamente verkauft – die allerdings oft nicht gekennzeichnet sind. Anhand der beschriebenen Symptome erteilt der Verkäufer einen «medizinischen Rat» und verkauft ein Medikament, von dem keiner der Beteiligten weiß, ob es wirklich helfen wird.

Deswegen bitten nordkoreanische Christen um Nahrung und Medikamente. Als Reaktion darauf liefert Open Doors mit Hilfe vieler Christen Medikamente, die sowohl beschriftet sind als auch Anweisungen über ihre korrekte Anwendung enthalten – ein enormer Gewinn für die Untergrundkirche.

Aus ihren Reihen stammt der Gruß, den Open Doors jetzt als Reaktion auf eine solche Lieferung erhielt: «Auch wenn der kalte Winter gekommen ist, sind unsere Herzen voller Wärme und Leidenschaft. Wie das Licht der Sonne durch die Ritzen [einer Wand] scheint und Wärme spendet, so sind wir auch von eurer Liebe und Wärme berührt, die unsere Herzen durchströmen. […] Wir danken euch für euer Opfer, eure Wärme und eure Fürsorge. […] Wir tun unser Bestes, um unserem Herrn treu zu dienen und für ihn zu leben.»

John Choi*, ein ehemaliger nordkoreanischer Flüchtling, ruft uns in Erinnerung: «Die Gebete und die Unterstützung für die heimlichen Christen müssen fortgesetzt werden, und wir müssen uns ihrer Bedürfnisse über alle verfügbaren Kanäle annehmen. Zumindest der Kanal des Gebets ist jederzeit offen.»

Aufruf zum Gebet
Angesichts der aktuellen Weltlage und der Furcht um die Ausbreitung des Coronavirus wollen wir uns tatkräftig im Gebet engagieren.

Die verfolgten Christen lehren uns, unseren Blick auf Jesus zu richten, wie auch immer die Umstände sein mögen. Unsere Hoffnung in Gott hängt nicht von den Umständen ab, und die Prüfungen sollen uns bewegen, noch mehr auf ihn zu bauen.

Denken wir daran, gerade jetzt, wo unser Umfeld von Angst erfasst wird. Halten wir unerschütterlich am Glauben und an der Hoffnung fest: 

«Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.» Römer 15:13

* Deckname