16.06.2019 /
Niger
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Niger: Bedrohungen für Christen in der Diffa-Region

Boko Haram hat den Christen in der Diffa-Region Niger ein Ultimatum gestellt: Sie haben bis zum 14. Juni Zeit zu gehen, sonst werden sie getötet!

«Ihr habt drei Tage Zeit, um zu gehen, sonst werden ihr getötet!» Dies ist die Botschaft, die die Christen in der Diffa-Region Staat in Niger kürzlich erhalten haben.

Die «Alliance of Evangelical Missions and Churches of Niger» hat die in den Dörfern lebenden Christen aufgefordert, zur Sicherheit nach Diffa, der Hauptstadt der Region, zu kommen. Mehrere Dutzend Christen sind diesem Rat bereits gefolgt.

Dieses Ultimatum erfolgt, nachdem eine Christin aus dem Dorf Kintchendi, ebenfalls in der Region Diffa, am 7. Juni entführt wurde. Sie wurde danach mit dieser Droh-Botschaft an alle in der Gegend lebenden Christen freigelassen.

Angriff vor Kirche vereitelt

Rund eine Woche zuvor, am Sonntag, 2. Juni, vereitelten die Sicherheitskräfte der Regierung einen Selbstmordanschlag auf die Kirche «Abundant Life» in der Stadt Diffa. Die beiden Terroristen wurden vor der Kirche verhaftet. Sie verfügten über einen Sprengstoffgürtel sowie andere Waffen.

Die Stadt Diffa liegt im Südosten Nigers, nahe der nigerianischen Grenze, wo die islamistische Terrorgruppe Boko Haram operiert, die die Zivilbevölkerung und insbesondere Christen angreift.