01.12.2018 /
Myanmar
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Myanmar: 17 gewaltsam rekrutierte Christen flohen

Sie waren von einer bewaffneten Gruppe in Myanmar gewaltsam rekrutiert worden: Nun konnten 17 junge Christen – Studenten von Bibelschulen – entkommen. 24 andere sind noch Gefangene.

In Myanmar besuchten 41 Studenten Bibelstunden in verschiedenen Kirchen in der Wa-Region des nördlichen Shan-Staates, der an China grenzt, als sie gewaltsam rekrutiert wurden.

Von diesen kamen nun 17 allmählich, in Gruppen von zwei oder drei Personen, in der «Lahu Baptist Church» in der östlichen Stadt Kyaing Tong an.

Entflohene von Baptisten betreut

Laut Pastor Lazarus, Sprecher der ethnischen baptistischen Gemeinschaft der Lahu in der Region, flohen die Jugendlichen aus einer Basis der United Wa State Army (UWSA) in den Wa Hills nahe der chinesischen Grenze: «Einige von ihnen haben seit mehreren Tagen nichts gegessen. Einige leiden an gesundheitlichen Problemen und andere haben jetzt psychische Probleme.»

Ein Kampf gegen Christen

Die UWSA ist die größte nicht-staatliche ethnische paramilitärische Gruppe in Myanmar und wird angeblich von China unterstützt. Unter dem Vorwand, die nationale Einheit zu bewahren, verfolgt sie Christen, indem sie ihre Aktivitäten blockiert und absondert.

In einer am 6. September auf Facebook veröffentlichten Erklärung sagte die bewaffnete Gruppe, dass alle Kirchen, Missionare, Lehrer und Kirchenmitglieder untersucht werden müssen.

Diejenigen, die missionarische Aktivitäten unterstützen, werden bestraft. Mehr als einen Monat zuvor wurden 92 Christen aus Lahu von derselben paramilitärischen Gruppe festgehalten.