05.07.2021 /
Kolumbien
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Kolumbien: Kirchen helfen Flüchtlingen

An der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela haben Zusammenstöße zur Vertreibung von Tausenden von Flüchtlingen geführt, um die sich kolumbianische Christen bemühen.

In den Städten Aranca und Aranquita in Kolumbien sind die Kirchen Tag und Nacht im Einsatz, um die Tausenden von Flüchtlingen, die täglich aus Venezuela ankommen, aufzunehmen und zu versorgen.

Der Verantwortliche unserer Partner vor Ort bezeugt: »Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die durch die Covid-19-Pandemie entstanden sind, kümmern sich die Kirchen um die Flüchtlinge, von denen viele auch Christen sind.« Zwei örtliche Pastoren erklären: »Wir brauchen Lebensmittel und andere lebensnotwendige Dinge, um die Bedürfnisse der Migranten zu erfüllen, deren Zahl täglich wächst.«

Mehrere Gemeinden haben die Türen ihrer Kirchengebäude geöffnet, um die Vertriebenen unterzubringen. Sie greifen auf ihre Lebensmittelreserven zurück, um sie zu ernähren. Sie organisieren Freiwillige und Hilfsgüter auf beiden Seiten der Grenze, trotz ihrer eigenen Not und der Sicherheitsrisiken, um den Bedürftigsten zu helfen. Mehrere Pastoren in der Region wurden von den venezolanischen Behörden verhört, nachdem sie Vertriebenen geholfen hatten.  

Auf der Flucht vor Gewalt

Diese massive Ankunft von venezolanischen Flüchtlingen ist das Ergebnis von Zusammenstößen, die im Frühling zwischen der venezolanischen Armee und kolumbianischen Rebellen stattfanden. Jenseits von instabilen sozialen Verhältnissen und Hunger fliehen die Bewohner der Grenzstaaten Apure, Tachira, Zulia und Amazonas vor den Schießereien und Explosionen.

Laut Aussagen der venezolanischen Regierung war es eine Militäroperation, die sich gegen kolumbianische Rebellen, Dissidenten der Ex-Guerilla FARC (Kolumbianische Streitkräfte) und der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) richtete. Während des Einsatzes wurden sechs Lager mit Waffen, Sprengstoff und Fahrzeugen zerstört.
Aber die Situation ist komplexer: Es ist auch ein Kampf um die Kontrolle der Wege, über die Drogen zirkulieren. Die Grenzbewohner ihrerseits haben nur ein Ziel: Vor der Gewalt zu fliehen.