22.06.2020 /
Iran
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Iran: Covid-19 gibt dem iranischen Volk etwas Freiheit

Amin Khaki war wegen seines christlichen Glaubens im Iran inhaftiert. Wegen Covid-19 wurde er freigelassen. Dann wurde er darüber informiert, dass er den Rest seiner Strafe nicht verbüßen müsse.

Im Iran teilten ihm die Behörden des Gefängnisses, in dem Amin Khaki inhaftiert war, am 6. April mit, dass er damit endgültig entlassen wurde und nicht zurückkehren müsse, um den Rest seiner Strafe zu verbüßen. Sogar seine Kaution würde er zurückerhalten, versprachen die Behörden.

Vorzeitige Entlassung dank Covid-19

Amin wurde am 2. März gegen Kaution freigelassen, da sich das Corona-Virus im Iran rasch ausbreitet und eine Bedrohung darstellt.

Er war zusammen mit vier anderen Christen im Dezember 2017 in der Stadt Rasht verhaftet worden, als Sicherheitskräfte das Haus, in dem sie sich versammelt hatten, durchsuchten. Er wurde im März 2019 vor Gericht gestellt und wegen »Propaganda gegen das Regime und Beteiligung am Netzwerk der Hauskirchen« zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Für die vier anderen wurde nur der Vorwurf der »Propaganda gegen das Regime« aufrechterhalten und sie wurden zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Auch Rokhsareh ist frei

Am 6. Juli 2019 wurden die fünf zur Verbüßung ihrer Strafen in das Zentralgefängnis Karaj vorgeladen. Als die anderen vier Christen am 9. Oktober am Ende ihrer viermonatigen Haftzeit freigelassen wurden, musste Amin hinter Gittern bleiben, bis er am 2. März gegen Kaution freigelassen wurde – die ihm nun am 6. April zur Rückerstattung zugesprochen wurde.

Diese gute Nachricht kommt kurz nach der Ankündigung der Freilassung von Rokhsareh (Mahrokh) Ghanbari. Am 4. April wurde dieser Christin mitgeteilt, dass sie nicht ins Gefängnis zurückkehren müsse, um ihre einjährige Haftstrafe wegen »Propaganda gegen das System« abzusitzen.