30.07.2021 /
Indien
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Impact India: »Gott ist unser Versorger!«

In einer kleinen Stadt in Indien führen Praveen*(45) und seine Frau Shanti*(42) ein kleines Geschäft. Vorne steht eine Glastheke, auf der Körbe mit verlockend aussehendem Obst und Gemüse stehen. Dahinter findet man eine Auswahl unterschiedlichster Lebensmittel und Waren auf den Regalen - und die lächelnden Gesichter von Praveen und Shanti. Alles, was man sich von einem kleinen Greißler nur wünschen kann!

Aber noch vor ein paar Monaten waren diese Regale leer. Eine Kombination aus Verfolgung und der Covid-19-Pandemie hatte die Familie mittellos gemacht. Doch Ihre Gebete und Ihre Unterstützung haben dazu beigetragen, dass Praveen und Shanti ihr Geschäft wieder zum Laufen bringen konnten. »Ich bin so dankbar für die großzügige Hilfe«, sagt Shanti.

Shanti litt seit ihrer Jugend an einer schweren körperlichen Krankheit, erlebte aber auch psychische Unruhezustände, die sie auf spirituelle Angriffe zurückführt. Ihr Mann Praveen brachte sie zu jeder möglichen Behandlung, konsultierte Heiler und Priester und nahm an unterschiedlichen hinduistischen Ritualen teil, um Hilfe zu finden. Nachdem sein gesamtes Geld aufgebraucht war, verkaufte er sein Haus und sie zogen in einen anderen Bundesstaat, um ein Heilmittel zu finden.

Er fand eine kleine Wohnung über einer Kirche. Als er das Singen und die Gottesdienste der Gemeinde hörte wurde er neugierig und bat den Pastor, für Shanti zu beten. Der Pastor und seine Frau beteten um Befreiung für Shanti – sie wurde auf der Stelle geheilt! Sie sagt: »Gott sprach zu mir durch die Frau des Pastors. Sie sagte, Gott habe gesagt, dass ich sterben würde, aber er habe mich aus den Händen des Bösen befreit, und nun würde mir kein solches Leid mehr widerfahren.«

Als Shanti diese Befreiung und Heilung erlebte, wollte sie diesen Gott kennen lernen. Sie und Praveen begegneten Jesus und entschlossen sich, ihm nachzufolgen; nach kurzer Zeit ließen sie sich taufen.

»Die Drohungen machten uns keine Angst«

Doch Praveens und Shantis Verwandte in ihrer Heimatstadt waren nicht erfreut, von ihrem neuen Glauben zu hören. Sie waren wütend und fragten Praveen und Shanti, warum sie sich entschieden hätten, einem fremden Gott zu folgen. Sie nahmen das Land, das Praveen geerbt hatte und verkaufen wollte, um seine Schulden von Shantis Behandlungskosten zu begleichen.

Shanti sagt: »Es war entmutigend zu sehen, wie unsere Verwandten uns hassten und beschimpften, aber sie sind blind für meine Heilung und die Erleichterung, die ich nach Jahren der Qual erfahren habe. Sie wussten um meinen früheren und jetzigen Zustand, aber sie wissen nichts von dem Glück und dem Trost, den wir jetzt in Christus erfahren.«

Eine hoffnungslose Situation

Als sie aus dem geerbten Land kein Geld mehr bekommen konnten, eröffnete Praveen das kleine Geschäft. Der Vers, der sie bei der Neueröffnung bestärkte, war Psalm 118:26, in dem es heißt: »Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn kommt. Vom Haus des Herrn aus segnen wir dich.« Die Greißlerei warf jedoch keinen Gewinn ab und sie konnten keine neuen Waren kaufen. Praveen erzählt: »Wegen der Abriegelung durch die Pandemie und dem Mangel an Lebensmitteln hatten wir keine Kunden und konnten uns keine anständige Mahlzeit leisten.«

Sie waren enttäuscht und niedergeschlagen – doch sie hörten nicht auf, zu beten.

»Als Antwort auf unsere Gebete kam uns Ihre Organisation zu Hilfe und stellte Waren zur Verfügung, um die Regale wieder aufzufüllen. Jetzt läuft das Geschäft gut und ist eine stabile Einkommensquelle für unsere Familie. Wir können mühelos die Miete für unser Haus bezahlen und alle Grundbedürfnisse befriedigen«, freut sich Praveen.

»In den unsicheren Zeiten hat uns Gottes Wort immer wieder daran erinnert: Vertraut auf mich, und ich werde euch befreien und für euch sorgen. Und Gott ist unser Versorger gewesen. Heute haben wir Kunden, die in das Geschäft kommen, und wir sind in der Lage, auch die Lebensmittel aufzufüllen, und das alles dank Ihrer Hilfe zur rechten Zeit.«

Praveen und Shanti haben uns gebeten, für ihre Verwandten zu beten, dass auch sie Jesus kennenlernen und seine Liebe erfahren. Praveen glaubt, dass er eines Tages in der Lage sein wird, die Worte aus Josua 24,15 als seine eigenen zu bezeichnen: »Ich und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.«

* Namen geändert