28.06.2018 /
Eritrea
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Eritrea: Pastor nach elf Jahren Haft entlassen

Oqbamichel Haiminot, ein evangelischer Pastor, wurde nach elf Jahren im Camp Mitire im Nordwesten Eritreas freigelassen.

Diese Nachricht ist für die eritreischen Christen eine tiefe Erleichterung und eine echte Freude: Pastor Oqbamichel Haiminot wurde nach elf Jahren Haft im Lager Mitire im Nordwesten Eritreas freigelassen.

Als Leiter der «Kale Hiwot Kirche» («Wort des Lebens Kirche») in Asmara, der Hauptstadt Eritreas, wurde er im Jahr 2007 verhaftet. Obwohl keine Anklage gegen ihn erhoben wurde, verbrachte der Pastor seither elf Jahre im Gefängnis.

Bereits zum zweiten Mal verhaftet

Dies war nicht seine erste Verhaftung gewesen. Bereits 2005 war er nach der Teilnahme an einer evangelischen Trauung in Barentu verhaftet worden. Nach zehn Monaten Gefängnis, gefolgte Zwangsarbeit im Militärlager Sawa. Er wurde gedrängt, seinen Glauben aufzugeben, doch er weigerte sich. Insgesamt verbrachte er somit fast 13 Jahre hinter Gittern.

Dutzende von Christen eingesperrt

In Eritrea, dem kleinen, gebirgigen Land am Horn von Afrika, liegt die Hauptursache der Verfolgung in der staatlichen Diktatur. Die Nation liegt auf Rang sechs des Weltverfolgungsindex. Ein 2002 erlassenes Gesetz verbietet jegliche Religionsausübung die nicht innerhlab der orthodoxen, katholischen, evangelisch-lutherischen und sunnitischen Konfessionen geschieht.

Dieses Land verfügt über ein engmaschiges Netz von Militärgefängnissen und Konzentrationslagern. Dutzende von Christen sind wegen ihres Glaubens eingesperrt. Viele starben an den Folgen von Folter oder mangelnder Fürsorge in Haft. Tausende Eritreer fliehen weiterhin aus dem Land.