14.09.2021 /
Irak
Syrien
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Die Arbeit unserer Partner im Irak und in Syrien

Dank der Kampagne »Hoffnung Naher Osten« konnte Open Doors mit seinen Partnern im Irak und in Syrien ein breites Netzwerk von Partnerkirchen aufbauen. Heute sind es über 250 Kirchen, von denen viele als Hoffnungszentren aktiv sind.

Jedes Jahr kommen neue Kirchen hinzu. Shefa*, Leiterin unserer Partnerorganisation im Irak, und Mourad*, Koordinator unserer Arbeit in Syrien, berichten, was Ihre Unterstützung für die Kirche vor Ort bewirkt hat.

Wie unterstützt Open Doors Christen durch seine lokalen Partner?

Shefa : »Unsere Arbeit ist die Hand, welche die gebrochenen Flügel der Kirche stützt. Wir stärken den Glauben der Kirchen vor Ort. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein und Teil des Leibes Christi sind. Wir helfen, neue Hoffnung zu bringen und die Gemeinde wiederaufzubauen. Wir bauen auch Brücken zwischen den Konfessionen. Die Kirche ist ein Leuchtturm der Hoffnung für den Irak. Aber das Trauma und die fortdauernde Verfolgung bedrängt sie. Deshalb müssen wir in Gläubige mit einer starken Beziehung zu Gott investieren und sie auf praktische Weise unterstützen, damit sie bleiben.«

Mourad : »Die schlechte Situation hält an im Land. Besonders junge Männer und Frauen brauchen Zukunftsperspektiven. Also geben wir ihnen Hoffnung mit einkommensschaffenden Aktivitäten. Diese Projekte sind sehr erfolgreich. Wir wollen auch vermehrt in geistliche Unterstützung und in Leadership investieren. Ihr müsst wissen, dass die Kirche eine massive Abwanderung von Fachkräften erlitten hat. Viele Leiter und künftige junge Führungskräfte haben das Land verlassen. Covid-19 zwang uns leider, 2020 die Bedürftigen weiterhin mit Nothilfe zu versorgen.«

Welche positiven Auswirkungen hat unsere Arbeit in der Kirche?

Shefa : »Wir sehen, dass die Kirchen zunehmend zu Hoffnungszentren werden. Jugendliche und andere Gemeindemitglieder stehen auf und helfen in der Kirche mit. Wir stellen auch fest, dass sich die Konfessionen näher kommen dank unserer Arbeit, vor allem durch das Leadership-­Training.«

Mourad : »Mich beeindruckt, wie die traditionellen Kirchen mit der Hoffnung in Jesus die Menschen erreichen in dieser düsteren Zeit. Wir haben allen christlichen Konfessionen geholfen. Das hat Brücken gebaut. Wir sind wie Friedensstifter zwischen den Konfessionen. Weil wir bedingungslos auf ihre Bedürfnisse eingegangen sind, besitzen wir ihr Vertrauen und können in allen Kirchen Jüngerschaftskurse und Leiterschaftsprogramme durchführen. Sie wissen, dass wir ohne Hintergedanken an der Seite unserer christlichen Glaubensgeschwister stehen, die im Land bleiben.«

Wir treten jetzt in die letzte Phase der Kampagne ein, warum sollten Sie die Kirche weiterhin unterstützen?

Shefa : »Die irakischen Christen leiden seit Jahrzehnten. Und die Arbeit ist noch nicht getan. Die christliche Gemeinschaft ist immer noch im Heilungsprozess des Traumas nach den Gräueltaten des IS. Und inzwischen geht die Verfolgung weiter. Die Zahlen schwinden. Es bedrückt mich, an eine Zukunft zu denken, in der es im Irak keine Christen mehr gäbe. Unsere Unterstützer können den Christen hier helfen, im Sturm stark zu bleiben und Salz und Licht zu sein.«

Mourad : »Die MBB-Kirche wächst. Oft ist es schwierig, diese neuen Christen zu erreichen, manche sind sehr isoliert. Und die türkische Armee ist für sie eine ernste Bedrohung. Die größte Herausforderung unseres Landes ist zurzeit der Kampf gegen die Armut. Rund 80 % der Bevölkerung haben keine gesicherte Nahrungsversorgung. Wenn wir fragen, was die Leute am meisten brauchen, hören wir immer wieder: Lebensmittel. Sie sind knapp und sehr teuer.
Die syrischen Christen lieben ihr Land. Sie wollen nicht weggehen, solange ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind. Deshalb müssen wir ihnen weiterhin zur Seite stehen, ihnen Hoffnung geben und ihre Leiter unterstützen, damit sie diese Hoffnung teilen können.«

Bitte beten Sie weiter für die Christen im Irak und in Syrien beten und unterstützen Sie unsere Arbeit nach Ihren Möglichkeiten!

Magazin September 2021 – Auszug