»Es bleibt nur Emmanuel: gott ist mit uns!«

Das sagen uns die Gläubigen in Afghanistan. Seit die Taliban im August letzten Jahres die Macht übernommen haben, haben sich die Lebensbedingungen der heimlichen Christen im Land noch mehr verschlechtert. Schon vor der Rückkehr der Taliban war das Leben für Christen in Afghanistan unerträglich. Seit der Machtübernahme sind die Christen bedrohter als je zuvor.

Deshalb wollen wir während des gesamten Jahres 2022 für sie beten. Hier finden Sie jedes Monat einen neuen Artikel sowie aktuelle Gebetsanliegen.

Was können Sie tun?

  • Beten Sie jetzt!
  • Laden Sie das PDF herunter, um mit ihrer Gebetsgruppe oder als Familie zu beten
  • Besuchen Sie jedes Monat unsere Website, wo Sie neue Artikel und Gebetsanliegen finden.
  • Unten finden Sie weitere Informationen und Gebetsimpulse
 

Juli 2022 – Hilfe für Flüchtlingskinder

Im Juni besuchten unsere Partner an der afghanischen Grenze anlässlich des Kindertages ein Flüchtlingslager, um den Kindern kleine Geschenke zu überreichen. Ausserdem brachten sie Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente mit.

  »Da die Leute sehr arm sind, können sie ihren Kindern keine Geschenke machen. Sie haben sich sehr über die Geschenke zum Fest gefreut.«
Klaudia*, eine unserer Partnerinnen an der Grenze


Partner besuchten afghanische Flüchtlinge anlässlich des Kindertages im vergangenen Juni.

»Die Kinder haben keine Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Unsere Partner, die auch Mitglieder verschiedener Ortskirchen sind, besuchen die Flüchtlingslager und bringen ihnen so viel Hilfe wie möglich, etwa Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und notwendige Haushaltsgegenstände. Sie beten mit ihnen und erzählen ihnen von Gott.«

Die Lage der afghanischen Flüchtlinge in den Grenzgebieten ist extrem. Ihre Zahl ist enorm und nimmt weiterhin zu. Doch der Staat anerkennt nicht offiziell, dass die Vertriebenen so zahlreich sind. Folglich werden nicht genügend Mittel bereitgestellt, um sie ausreichend zu versorgen.

Klaudia bittet um Gebet: »Bitte betet, dass die Christen mehr Möglichkeiten haben, mit den Flüchtlingen zu arbeiten und ihnen zu dienen. Betet, dass die Geflüchteten mehr Hilfe bekommen von den Regierungen der Länder, in denen sie sich derzeit aufhalten. Betet, dass es Gott verhindert, dass das neue Taliban-Regime die Länder Zentralasiens beeinflusst.«

* Name geändert


Gebetsanliegen:

1. Danken wir Gott für unsere Partner, die den Flüchtlingskindern Hilfe leisten konnten!

2. Bitten wir den Herrn, dass die Situation der afghanischen Flüchtlinge an den Grenzen des Landes besser anerkannt wird und dass mehr Geld für humanitäre Hilfe in diesen Regionen bereitgestellt wird.

3. Beten wir für die Kinder unter den Geflüchteten. Mögen sie die Aufmerksamkeit und Fürsorge erhalten, die sie brauchen, um unter den gegebenen Umständen in den bestmöglichen Bedingungen aufzuwachsen.

 

30 Tage Gebet für Afghanistan
Weiterhin bieten wir Ihnen auch die täglichen Gebetsimpulse für vier Wochen an, die Sie gerne für Ihren persönlichen Gebetsschwerpunkt oder in Ihrer Gebetsgruppe, Hauskreis oder Kirche benutzen können.

Wir laden Sie ein, sich vier Wochen Zeit zu nehmen, um täglich vor Gott zu kommen und im Gebet für Afghanistan einzustehen. Mehr als das: wir bitten Sie, jede Woche den Namen Gottes zu beten. Denn in seinem Namen ist Hoffnung, Macht und Heil!

 

 
»Und doch hat er sie gerettet um seines Namens willen, damit er seine Macht kundtue.«
Psalm 106, 8
Und wenn Sie es wären?

Stellen Sie sich vor, Sie sind als Muslim aufgewachsen und begegnen eines Tages Gott ganz unerwartet in einem Traum. Eine leuchtende Gestalt zieht Sie an, ruft Ihren Namen und sagt, »Folge mir nach!«

Sie haben gehört, dass andere das schon erlebt haben, aber nie jemand, den Sie kennen. Sie haben gesehen, wie der wütende Mob die Frau, die als Verräterin am Islam beschuldigt wurde, auf der Straße steinigte. Sie wissen: Fragen stellen, diesem Traum nachgehen und diesem Mann nachfolgen, würde Konsequenzen haben.

Doch diese Stimme – dieses Licht – und die Tatsache, dass er Ihren Namen kennt, machen Sie neugierig.  Allen Widerständen zum Trotz beschließen Sie, ihm nachzufolgen. Egal, was es kostet. Was auch immer es bedeutet.

Wenn sie es wüssten, würden Ihre Verwandten Sie nie wieder wie vorher ansehen.

Sie gelten als Verräter an Ihrer Kultur und an Ihrem Glauben. Wenn das jemand wüsste, würden Sie ausgepeitscht oder sogar getötet. Und vielleicht würden die Menschen, die Ihnen am nächsten stehen, den Gewehrabzug betätigen.

Doch, welch Wunder, Sie erfahren, dass Sie nicht der Einzige sind. Gott  führt Sie in seiner Macht zu einer anderen Person – und schließlich zu einer Gruppe Menschen, die sich nur selten treffen. Sie tun es im Geheimen, um über jenen zu sprechen, den Sie gesehen haben – den Mann mit den Narben in den Händen, die leuchtende Gestalt. Sie lernen, diesen Menschen zu vertrauen.

Vor allem aber lernen Sie seinen Namen kennen: Jesus. Den Namen, der über allen Namen steht.

Am 16. August 2021 sind die Taliban zurückgekommen. Woche für Woche haben Sie vernommen, dass ihre Truppen immer näherkommen, eine Stadt nach der anderen fällt in ihre Hände. Heute ziehen die US-Streitkräfte ab, und nun besetzen bewaffnete Männer stolz den Präsidentenpalast.

Draußen herrscht totales Chaos. Ihre Nachbarn drängen sich in überfüllte Lastwägen, ganze Familien wollen das Land verlassen. Der Flughafen in Kabul ist der einzige Ausweg, und diese Menschen riskieren alles, um in ein Flugzeug zu steigen.

Zu Hause klingelt Ihr Telefon ständig. Ihre Freunde machen sich Sorgen: »Ist alles in Ordnung bei dir?« Aber eine Nachricht weckt Ihre Aufmerksamkeit. Die angezeigte Nummer ist Ihnen unbekannt. »Wir wissen, dass du Jesus nachfolgst. Wir kennen deinen Namen«, sagt die Stimme.

Ein Schauer läuft Ihnen über den Rücken, dann durchströmt Sie ein seltsames Gefühl der Ruhe.

Die Taliban sind zurück und niemand weiß, wozu sie fähig sind. Aber Sie wissen, dass Emmanuel – Jesus – bei Ihnen ist.

Dies ist nur ein Beispiel für die gefährliche Realität, die die heimlichen Gläubigen in Afghanistan erleben. In den ersten Tagen nach der Rückkehr der Taliban sagte unsere Quelle in der Region: »Jeder Christ, mit dem ich spreche, bittet nur um eines: Gebet. Es ist wirklich das Einzige, worum sie bitten. Jeglicher irdische Schutz wurde von ihnen genommen.«

Unser Gründer Bruder Andrew sagte, dass unsere Gebete an Orte gelangen können, die für uns unerreichbar sind. »Es gibt keine Grenzen, keine Gefängnismauern, keine Türen, die uns verschlossen bleiben, wenn wir beten.«

Gebetsupdates vergangener Monate

Hier finden Sie die Gebetsupdates der vergangenen Monate als PDF zum Download. Beten Sie gerne weiterhin für diese Anliegen und Personen!

Gebet für Afghanistan - März 2022
Gebet für Afghanistan - April 2022
Gebet für Afghanistan - Mai 2022