20.06.2014 /
Kolumbien
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Kolumbien: 139 Indianer weigern sich, Jesus zu verleugnen

139 indianische Christen in Kolumbien haben alles zurückgelassen, weil sie Jesus nicht verleugnen wollten. Seit nunmehr einem Jahr leben sie in prekären Verhältnissen.

Sie haben vor über einem Jahr ihre Heimat verlassen und leben seither in notdürftigen Behausungen. Die Behörden ihres Dorfes hatten sie vor die Wahl gestellt: entweder Jesus verleugnen oder den Zorn der Dorfbewohner in Kauf nehmen. Um nicht angegriffen zu werden, entschieden 139 indianische Christen im April 2013, die Region zu verlassen und alles aufzugeben.

Da sie nirgendwo hingehen können, hängt ihr Leben von der Freigiebigkeit von Fremden ab. Sie hatten gebetet, jemand möge ihnen ein Stück Land zur Verfügung stellen, um sich vorübergehend niederlassen zu können. Tatsächlich verpachtete ihnen ein Bauer einen Teil seines Landes, aber zehn Monate später wurden sie von dort wieder vertrieben. Glücklicherweise gelang es ihnen, im gleichen Dorf in der Gegend von Huila ein anderes Stück Land zu finden.

Das war der Anfang einer endlosen Reise. Ihre Lebensbedingungen sind hart, manche von ihnen hausen in Notunterkünften, die sie mit Holz und Plastik errichtet haben (Bild). Diese halten keinem Vergleich mit ihren Häusern stand, die sie zurückgelassen haben. Aber selbst wenn sie unter den äusserst schwierigen Umständen leiden, halten sie an ihrem Entschluss fest.

Einer dieser Christen hat gesagt: «Trotz Drohungen und Folter kann ich mich nicht von Jesus abwenden. Ich habe meine Entscheidung getroffen, ich werde ihm nachfolgen.»

In den indianischen Gemeinschaften Kolumbiens kommt es zu Spannungen, wenn sich jemand ausserhalb des traditionellen Glaubens bekehrt. Wer sich zum Christentum bekennt, ist besonders gefährdet und wird verfolgt. In der Region von Cauca haben Konvertiten beispielsweise keinen Zugang zu sozialer und medizinischer Grundversorgung, auch das Mitspracherecht bei Entscheidungsprozessen innerhalb des Stammes wird ihnen verweigert und sie laufen Gefahr, gefoltert oder vertrieben zu werden.