Katar
Flagge
Regierungschef
Tamim bin Hamad Al Thani
Bevölkerung
2 695 000
Christen
220 000
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Traditionelles Emirat


Überblick

Das Scheichtum am Persischen Golf ist eine absolute Monarchie. 80 Prozent der Bevölkerung sind Einwanderer. Zwangsarbeit und Menschenhandel sind in diesem Land zu einem großen Problem geworden, das sich auf die Ausrichtung der Fussballweltmeisterschaft 2022 vorbereitet. Der Wahhabismus, eine strenge und puritanische Version des Islam, ist die offizielle Religion. Das Familienrecht basiert auf der Scharia. Der Austritt aus dem Islam ist verboten.
 

Zur Situation der Christen

  • Die Christen lassen sich in zwei unterschiedliche Gruppen einteilen: auf der einen Seite ausländische Christen und auf der anderen Seite Christen muslimischer Herkunft. Die erste Gruppe ist die wichtigste. Diese Christen sind überwiegend katholisch und der Staat erlaubt es ihnen, sich an offiziellen Orten außerhalb der Hauptstadt Doha zu versammeln. Mit Muslimen dürfen sie nicht über ihren Glauben sprechen. Sie riskieren, dann aus dem Land verwiesen zu werden.
  • Christen (einheimische oder zugewanderte) mit einem muslimischen Hintergrund werden gezielt verfolgt: d.h. diskriminiert, belästigt, von der Polizei überwacht und bedroht und in ihren Familien und Gemeinschaften bedrängt, den christlichen Glauben zugunsten des Islam wieder aufzugeben.
  • Das Christentum war im Persischen Golf vom 4. bis 9. Jh. präsent, aber mit dem Aufkommen des Islam verschwunden. Erst vor etwa einem Jh. im Zuge der Entdeckung der Ölvorkommen wanderten christliche Gastarbeiter ein.
     

Weitere religiös verfolgte Gruppen

Hindus, Buddhisten, Bahai und alle Katarer, die einen anderen Glauben als den Islam annehmen wollen.
 

Rückblick auf die letzten 5 Jahre

  • Die großen Schwierigkeiten beim Bau und bei der Anerkennung einer Kirche erklären den hohen Druck im kirchlichen Bereich. Für Konvertiten stellt sich das Leben mit ihrem christlichen Glauben als sehr schwierig heraus. Daher die hohen Werte im Privat- und Familienleben. Sexuelle Gewalt können christliche Hausangestellte in katarischen Haushalten erfahren, wenn ihr christlicher Glaube entdeckt wird.
  • Der Druck im Privat-, Familien- und kirchlichen Leben der Christen ist in den vergangenen fünf Jahren relativ stabil geblieben, im Bereich des Gemeinschafts- und Zivillebens hat er sich leicht verringert. Während die Verfolgung für ausländische Christen wenig Anlass zur Sorge gibt, bleibt sie für einheimische Gläubige sehr hoch.

Christenverfolgung

Rang im Index: 
38
Rang im letztjährigen Index: 
27