Kasachstan
Flagge
Regierungschef
Nursultan Nasarbajew
Bevölkerung
18 404 000
Christen
4 576 000
Hauptreligion
Islam
Staatsform
Republik


Überblick

Die kasachische Gesellschaft beschäftigen primär drei Themen: die Nachfolge von Präsident Nasarbajew, die große russische Minderheit und die Hunderten von kasachischen Bürger, die sich den muslimischen Extremisten im Nahen Osten angeschlossen haben. In Kasachstan sind die Anzeichen eines radikalen Islam nicht mehr zu übersehen. Die Regierung ist sehr beunruhigt über die möglichen Auswirkungen der Dschihad-Rückkehr. Obwohl sich Kasachstan in der Verfassung als säkularen Staat definiert, ist die Religionsfreiheit gesetzlich eingeschränkt (Stand: September 2011). Beständig erhöht das Regime die Kontrolle über Gesellschaft und Bevölkerung. Die Situation der christlichen Minderheit verschlechtert sich durch die zunehmenden rechtlichen Einschränkungen. 

Zur Situation der Christen 

  • Evangelische, nicht-traditionelle christliche Gemeinschaften wie Baptisten, Pfingstler oder evangelikale Gemeinschaften sehen sich einer plötzlich sehr viel grösseren Verfolgung gegenüber. Sie werden Opfer von Drohungen, Razzien; Verhaftungen und Geldbussen. 
  • Schätzungen zufolge gibt es mindestens 15 00 kasachische Christen. Die meisten besuchen diese evangelischen Kirchen, viele davon als Hausgemeinden gegliedert.
  • Angestammte traditionelle Kirchen wie die russisch-orthodoxe werden von der kasachischen Regierung nicht belästigt, hauptsächlich aus Gründen der Diplomatie mit Russland. 

Beispiele der Verfolgung

  • 2. Oktober 2017 – Yklas Kabduakasov, 56, wird aus dem Gefängnis entlassen. Der ehemalige Muslim und Christ wurde am 14. August 2015 verhaftet und wegen «Anstiftung zum religiösen Hass» in ein Arbeitslager gesteckt. Er hatte nur mit Studenten über seine Überzeugungen gesprochen.
  • September 2017 – In Oskemen wird die evangelische Gemeinde «Neues Leben» für drei Monate geschlossen. Der Grund: das Singen religiöser Lieder während eines Sommerlagers. 
  • August 2017 – Pastor Marat Tlegenov und vier weitere Christen werden mit einer Busse von je 680 Euro bestraft, weil sie in der Gegend von Almaty einen Taufgottesdienst durchgeführt haben. 

 

Christenverfolgung

Rang im Index: 
34
Rang im letztjährigen Index: 
28