Kenia
Flagge
Regierungschef
Uhuru Kenyatta
Bevölkerung
50 951 000
Christen
41 650 000
Hauptreligion
Christentum (Islam im Nord-Osten)
Staatsform
Republik


Überblick

Die Wahlen vom vergangenen August 2017 fanden in einem angespannten Umfeld statt und wurden vom Obersten Gerichtshof des Landes als ungültig erklärt. Die Unsicherheit im Land nimmt zu und im Norden zur somalischen Grenze hin führt das zu Gewaltausbrüchen: Nicht-Muslime werden von Schabaab-Milizen, die aus dem benachbarten Somalia kommen, enthauptet. Obwohl die christliche Bevölkerung eine Mehrheit von 82 % bildet, sind sie zur Zielscheibe für extremistische Gruppen in Gebieten mit muslimischer Mehrheit geworden. Die grassierende Korruption der Behörden führt dazu, dass die Regierung nicht in der Lage ist, ihre Bürger zu schützen. Islamischer Extremismus, säkulare Intoleranz, die weit verbreitete Korruption und die Stammesrivalitäten erzeugen eine gewalttätige Atmosphäre, die den christlichen Gemeinschaften schwer zu schaffen macht.

Zur Situation der Christen

Kenianische Christen haben begonnen, Textabschnitte aus dem Koran auswendig zu lernen, um sich vor einem Todesurteil durch Schabaab-Islamisten zu schützen, wenn sie gezwungen werden, diese zu zitieren. Einige Kirchen haben Metalldetektoren installiert, um Selbstmordattentate zu verhindern.  

Beispiele der Verfolgung 

  • 6. September 2017 – In einem Bezirk von Lamu, nahe der somalischen Grenze, werden 3 Christen von einer Schabaab-Miliz ermordet. Sie umzingeln ihre Häuser, rufen jeden der Männer bei seinem Namen und enthaupten ihn. Es sind dies Gerald Wanjohi, Joseph Kimani und Guchu Ndung'u (49), der vor den Augen seiner Tochter getötet wird.
  • 18. August 2017 – In Kasala Kairu, ebenfalls in der Region Lamu, werden die drei Christen, Changawa Muthemba (40 Jahre alt), Joseph Kasena (42 Jahre alt) und Kadenge Katana (17 Jahre alt) von Schabaab-Extremisten mit Macheten getötet. Die drei Männer haben sich geweigert, ein islamisches Gebet zu rezitieren.
  • 11. Juli 2017 – In den Dörfern Jima und Poromako im Südosten des Landes werden   Christen von der Schabaab geköpft. Ein zehnter Christ konnte fliehen.

 

Christenverfolgung

Rang im Index: 
40
Rang im letztjährigen Index: 
32