China
Flagge
Regierungschef
Xi Jinping
Bevölkerung
1 415 046 000
Christen
97 200 000
Hauptreligion
Traditioneller chinesischer Glaube / Atheismus
Staatsform
Kommunistisches Einparteiensystem


Überblick

Um den Frieden und die Harmonie im Land zu bewahren – als Voraussetzung für den eigenen Machterhalt –, pocht die Regierung wieder vermehrt auf die kommunistische Ideologie und deren Rhetorik und verstärkt ihren Zugriff in allen Bereichen der Gesellschaft: im April 2016 durch ein neues Gesetz für NGOs, im September 2016 im Bereich Religion und schliesslich im Mai 2017 mit neuen Vorschriften zur Nutzung des Internets.

Davon betroffen sind auch die Christen. Sie sind die bedeutendste soziale Kraft der Gesellschaft, die sich der Kontrolle der kommunistischen Regierung entziehen. Die Beschränkungen nehmen also zu, selbst die offizielle, staatlich anerkannte und registrierte Drei-Selbst-Kirche ist davon betroffen. Die buddhistischen Tibeter und die muslimischen Minderheiten in der Provinz Xinjiang werden noch intensiverer beobachtet und kontrolliert. Doppeltes Leid für die Christen unter ihnen, die bereits durch ihr eigenes ethnisches Umfeld unter Druck geraten.

Zur Situation der Christen

In China sind die kleinen Minderheiten von Konvertiten unter den buddhistischen Tibetern und der muslimischen Uiguren in Xinjinag im Nordwesten des Landes am meisten gefährdet. Sie werden von Behörden und von ihren Familien, Freunden und Nachbarn unter Druck gesetzt, da der Übertritt zu einem anderen Glauben, speziell dem Christentum, als Schande für die ganze Familie und als Verrat an der Gemeinschaft gilt. Im ganzen Land haben die Kirchen grössere Schwierigkeiten und administrative Probleme mit der Verwaltung.

Beispiele der Verfolgung

  • September 2017 – Der Priester Fei Jisheng wird vom Gericht in Gaizhou (Nordostchina) zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er Geld aus einem Altersheim gestohlen haben soll. Nach Angaben seiner Familie waren jedoch seine erfolgreichen Evangelisierungsprogramme den Behörden ein Dorn im Auge. Und so schmiedeten diese ein abgekartetes Spiel gegen ihn.
  • 12. August 2017 – In der Inneren Mongolei und in den vier südöstlichen Provinzen (Fujian, Zhejiang, Jiansu und Henan) verbieten restriktive Vorschriften «Schulkindern und Lehrpersonen den Kirchenbesuch».

Christenverfolgung

Rang im Index: 
27
Rang im letztjährigen Index: 
43