Gebetsanliegen:

11.11.2021
Bitte beten Sie für Stabilität nach mehreren Bombenanschlägen im Oktober:

Am 15. Oktober erschütterte ein Bombenanschlag eine Moschee in Kandahar City und tötete mindestens 65 Menschen. Eine Woche zuvor kamen bei einem Selbstmordattentat 100 Gläubige in einer Moschee in der Stadt Kundus ums Leben. Beten wir um Heilung für alle Verletzten und um Gottes Trost für die Familien der Todesopfer. Beten wir gegen den Geist der Gewalt im Land, bitten wir den Herrn, künftige Anschläge zu verhindern.

Bitte beten Sie weiter für die Flüchtlingssituation:

Beten Sie für unsere Partner an vorderster Front, die den afghanischen Christen in Zentralasien dienen. Der Zugang zu den Flüchtlingslagern ist schwierig, der Transport von Hilfsgütern ist lang und kompliziert.
Beten Sie, dass unsere Lastwägen mit Obst, Fleisch, Reis, Kleidung, Windeln und Desinfektionsmitteln die bedürftigen Familien erreichen. Beten wir, dass die Abwicklung der Nothilfe reibungslos verläuft.

Beten Sie für Sharinah, dass sie zu Jesus findet:

Sharinah* floh unter äußerst schwierigen Umständen mit ihrem Kind nach Zentralasien und war in tiefer Not. Von der lokalen Regierung erhält sie monatlich 8 Dollar Unterstützung. Kürzlich reiste Ali*, einer unserer Partner, in das Gebiet, um unsere Lebensmittellieferungen zu organisieren. Er wurde auf Sharinah aufmerksam und erfuhr im Gespräch mit ihr, dass ihr Kind an einer Lungenentzündung litt. Er half ihr durch unseren Dienst vor Ort. Ihr Kind wurde untersucht und erhielt die nötige Behandlung. Sharinah ist noch nicht gläubig, aber wir hoffen, dass sie durch diesen Kontakt Jesus Liebe erfährt.

Beten Sie für die Christen, die sich noch im Land befinden:

Die Medien berichten häufig über Afghanen, die versuchen, aus ihrem Land zu fliehen. Aber es gibt auch Menschen, die das Land nicht verlassen wollen. Es gibt heimliche Gläubige, die dort Salz und Licht sein wollen, selbst wenn das Umfeld für sie noch feindlicher geworden ist.
Beten Sie, dass Gott den Gläubigen neue Türen öffnet. Beten Sie, dass sie seinem Wort treu bleiben und den Namen Jesu nicht verleugnen.

 
10.10.2021
Bitte beten Sie:
  • für diejenigen, die im Land geblieben sind ─ um Sicherheit, Stärke und gute Gelegenheiten unter ihrer neuen Regierung.
  • für diejenigen, die geflohen sind ─ dass sie dem Herrn treu bleiben. Beten wir, dass sie weiterhin Gottes Gegenwart, Weisheit und Frieden in ihren Herzen empfangen.
  • für die Mädchen und Frauen ─ sie sind unter dem Taliban-Regime besonders gefährdet. Viele befürchten, dass ihre Ausbildung unterbunden wird. Berichten zufolge haben Frauen ihre Diplome verbrannt, um zu verheimlichen, dass sie eine Schulbildung haben. Beten wir, dass der Feind ihnen nicht den Wunsch nimmt, weiter zu lernen und Neues zu erforschen, trotz der Haltung ihrer neuen Führer der Bildung gegenüber.
  • für heimliche Gläubige ─ praktisch alle Christen in diesem Land halten ihren Glauben geheim. Ein »Abtrünniger« zu werden, gilt als eines der schlimmsten Dinge, die man seiner Familie antun kann. Die Taliban suchen auch aktiv nach heimlichen Gläubigen.
  • für diejenigen, die Gott suchen ─ innerhalb und außerhalb des Landes. Mögen sie Jesus finden, wenn sie die Wahrheit suchen. Beten wir, dass die Kirche weltweit die Gelegenheit dieser Diaspora nutzt, um den Menschen die Liebe Christi zu zeigen.
  • für die Wirtschafts- und Ernährungslage. Die Welt richtet ihre Aufmerksamkeit auf den Konflikt, während die Afghanen an Hunger leiden. Das Welternährungsprogramm befürchtet, dass 14 Millionen Menschen in Afghanistan wegen Dürre und Nahrungsmangel an den Rand der Hungersnot getrieben werden. Bitten wir den Herrn, das afghanische Volk mit Nahrung und dem Nötigsten zu versorgen.
  • für die Gesundheitssituation. Der Gesundheitsminister des Landes hat kürzlich zugegeben, dass das Gesundheitswesen zusammenzubrechen droht. Er sagte auch, dass ein Drittel der Covid-Tests im Lande positiv ausfallen. Beten wir um Gottes Heilung für die Kranken in Afghanistan.
  • dass es keine weiteren Terroranschläge mehr gibt. Im vergangenen August kam es in der Nähe des örtlichen Flughafens zu zwei Explosionen. Über 60 Einheimische und 13 amerikanische Soldaten wurden dabei getötet. Bitten wir den Herrn, dass die Pläne dieser extremistischen Gruppen scheitern.
  • für die Taliban. Unter den neuen Führern sind bekannte islamische Fundamentalisten, die eine extrem strenge Auslegung der Scharia vertreten, sowie ein vom FBI gesuchter Terrorist. Die Bibel fordert uns auf, für die Verfolger zu beten. Beten wir um Wunder, beten wir darum, dass Gott sich diesen Männern durch Träume und Visionen offenbart.

 

10.09.2021
  • Nachdem die radikal-islamischen Taliban die Kontrolle über das ganze Land zurückgewonnen haben, stellt sich die Frage, wie sie die Scharia umsetzen werden.
    Bruder Samuel*, der Leiter von Open Doors in Asien, sagte am Tag der Übernahme von Kabul: »Es ist ein herzzerreißender Tag für die Bürger, und eine sehr gefährliche Zeit für die Christen. Bitten wir Gott um Erbarmen, nicht nur für sein Volk, sondern für das ganze Land.«
  • Bringen wir die Hungernden, die Kranken und die Vertriebenen vor Gott. Viele Familien sind in Flüchtlingslagern, andere sind auf der Flucht. Covid-19 erschüttert auch dieses Land. Es herrscht Dürre und die Menschen hungern.
    Herr, erbarme dich! Herr, greif auf wundersame Weise ein!

 

07.09.2021
  • Bitte beten Sie für alle Kinder, dass sie inmitten der herrschenden Umbrüche und Unsicherheiten Geborgenheit in Jesus erleben.
  • Beten Sie für die Christen, dass sie bei Jesus Trost und Zuversicht finden; beten Sie um Schutz vor Entdeckung und Mutlosigkeit, vor Hunger und Krankheit.
  • Beten Sie, dass die Gemeinde Jesu genügend Kraft und Mittel hat, den Menschen Gottes Liebe inmitten der herrschenden Not zu zeigen.
  • Beten Sie, dass viele Taliban Jesus begegnen, damit er ihre Augen öffnet, sie ihn erkennen und der Bevölkerung Freiräume zugestehen.
  • Loben wir Gott für den Mut der Christen in Afghanistan, wo der Glaube an Jesus gefährlicher denn je ist.
  • Beten Sie, dass die Scharia nicht mehr so brutal angewandt wird wie in der Vergangenheit, auch nicht gegen Christen.
  • Beten Sie für den Schutz der Gläubigen: dass sie nicht von ihren Familien oder Umfeld denunziert werden.

 

Andere Gebetsanliegen:
  • Bitte beten Sie, dass den Afghanen Weisheit gegeben wird, wie sie in allen Situationen überleben können. Bitten Sie Gott, die Bürger des Landes insbesondere unsere Schwestern und Brüder  zu leiten, wie sie in den kommenden Tagen mit Verhören und Brutalität umgehen sollen.
  • Beten Sie dafür, dass die Schulen und Bildungsprogramme funktionieren und positiven Einfluss auf die jungen Menschen haben.
  • Beten Sie für die Gesundheit der Menschen. Es herrscht ein Mangel an Medikamenten.
  • Beten Sie für die Sicherheit der Kinder (Mädchen und Buben). Möge Gott die Würde der Kinder bewahren und das Gewissen mutiger Erwachsener wecken, die für die Sicherheit der Kinder sorgen und dafür einstehen, sie vor jeder Art von Missbrauch zu schützen.
  • Beten Sie, dass weiterhin sauberes Wasser aus den Wasserhähnen fließt. Wenn die Wasserreinigungsanlagen in den Städten verseucht sind, werden Krankheiten überall verbreitet.
  • Beten Sie dafür, dass Lebensmittel zugänglich und erschwinglich bleiben. Die Menschen haben es im Moment schwer, weil die Lieferketten zusammengebrochen sind. Sie werden langsam wiederhergestellt, aber die Inflation und die Verfügbarkeit werden problematisch. »Die Taliban werden zuerst ihre Soldaten ernähren, bevor sie sich um die Bevölkerung kümmern«, meint ein lokaler Freund unseres Dienstes.
  • Beten Sie, dass Gott Tagelöhnern und anderen, die derzeit ohne Einkommen sind, Arbeit verschafft.
  • Beten Sie, dass die Gläubigen die seelsorgerische Betreuung erhalten, die sie brauchen.


Wie für Afghanistan beten?

Es ist schwierig, die schockierenden Bilder aus Afghanistan zu vergessen. Das wollen wir auch nicht. Wir wollen den Bewohnern dieses Landes zur Seite stehen und beten. Aber wie sollen wir beten? 

Bei Open Doors haben wir das Privileg, uns auf die Erfahrung unseres Gründers, Bruder Andrew, stützen zu können. Mit 93 Jahren ist er nun im Ruhestand, aber er bleibt ein Mann des Gebets.

Im Buch »Licht zwischen den Fronten« erzählen Bruder Andrew und sein Freund Al Jansen, was sie in einer Region erlebten, die dem heutigen Afghanistan nicht unähnlich ist. Sie tauften eine Gruppe von zwölf Gläubigen. Schon sechs Monate später wurden zwei von ihnen wegen ihres Glaubens getötet.

»Das hat uns in eine Glaubenskrise gestürzt«, sagte Al. Er musste ein Gebet lernen, das Bruder Andrew bereits kannte: »Herr, lehre uns zu beten!» Aber, so Bruder Andrew bei Andachtszeiten mit seinen Mitarbeitern, «diese Gebete sind gefährlich. Jetzt seid ihr plötzlich miteinbezogen. Es gibt keinen Abstand mehr.«

Für die Verfolgten beten

Beten bedeutet, jemanden im geistlichen Sinn an der Hand zu nehmen und ihn vor den Thron Gottes zu führen. Dort stehen Sie ein für diese Person, als ob ihr Leben davon abhinge. Weil es tatsächlich so ist.

Bruder Andrew sagt, dass es in der Bibel viele Beispiele für diese Art der Fürbitte gibt. Nachdem Josua und das Volk Israel z. B. den Jordan überquert und Jericho besiegt hatten, verloren sie die nächste Schlacht bei Ai. Jemand hatte etwas gestohlen, das Gott gewidmet war. Wie betete Josua in dieser Situation für Israel?

»Ach Herr, du mächtiger Gott! Warum hast du uns über den Jordan gebracht? Nur um uns in die Hände der Amoriter fallen zu lassen und uns zu vernichten? Wären wir doch auf der anderen Seite des Jordans geblieben! Was soll ich dazu sagen, Herr, dass die Männer Israels vor ihren Feinden geflohen sind? Wenn die Kanaaniter und die übrigen Bewohner des Landes davon hören, werden sie alle kommen und uns aus dem Land treiben. Was willst du dann noch tun, um die Ehre deines großen Namens zu retten?«

Ist das nicht das Gebet des afghanischen Volkes: »Wir sind zerstört! Was willst du für deinen Namen tun, wenn wir vernichtet sind?«

Andrew hat viel von Oswald Chambers gelernt. Dieser sagte, dass es bei der Fürbitte nicht darum gehe, sich mit der Person zu identifizieren, für die man betet, sondern mit Gott. Wir müssten beten, wie Gott betet.

Beten Sie mit den Verfolgten

Beim Beten geht es nicht nur darum, den Fall einer Person in Gottes Gerichtssaal vorzutragen. Nein, sagt Bruder Andrew, wir müssen auch MIT den Verfolgten beten. Mit jemandem zu beten bedeutet, diese Person anzuhören und ihre Worte zu aufzugreifen. 

Wofür beten die afghanischen Christen?

Jesus sagte, dass jeder, der ihm nachfolgen wolle, sich selbst als eine Person betrachten müsse, die bereits zum Tode verurteilt sei. Dies gilt sicherlich auch für unsere Schwestern und Brüder in Ländern wie Afghanistan. Sie wollen überleben und leben, aber gleichzeitig haben sie ihr Leben bereits hingegeben. Sie wollen bis zum Ende treu bleiben.

Das sind die beiden wichtigsten Gebete: zu überleben und am Glauben festzuhalten.

Das gemeinsame Beten mit einer Schwester oder einem Bruder ist wie eine geistliche Umarmung, eine Umarmung, die zwei Herzen miteinander verbindet, so dass sie im Einklang vor dem einen Gott schlagen können.

Die Bibel beten

Was tun, wenn Ihnen die Worte fehlen? Wenn Sie nicht genug Informationen haben, um zu beten? »Dann betet die Bibel«, sagt ein Freund aus der Gegend. »Betet für die Esthers, dass sie den Menschen, die sie lieben, Schutz bieten können. Betet für die Samuels, dass sie die Stimme Gottes hören können, die sie ruft. Betet, dass sie sagen: ‹Ich bin hier, Herr›. Betet für die Davids, Männer mit dem Herzen eines Kriegers. Betet für die Lydias, treue Frauen im Dienst der Kirche. Betet für die Abrahams, die ihre Familien leiten. Betet für die Noahs, die Daniels, die Ruths, die Naomis, die Petrusse, die Pauls, die Marias und die Marthas. Betet für alle Personen in der Bibel und ihre afghanischen Ebenbilder. Betet Psalmen des Lobes und Psalmen der Klage. Betet die verzweifelten Worte Hiobs und die tröstenden Worte Jesu aus der Bergpredigt. Betet um Visionen von Jesus am Kreuz und Visionen von Jesus im Himmel, der die Menschen willkommen heißt, die die Welt verlassen haben.«

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Ressourcen: 
Afghanistan: »Es bleibt nur: Emmanuel, Gott mit uns!«