Wo die Verfolgung am stärksten zugenommen hat

«Doppelt so viele verfolgte Christen mit Hilfe erreichen»

Hinduistische Nationalisten versuchen, Indien zu einem «Hindustan» zu machen, ohne Platz für Christen und andere Nicht-Hindus. Zehntausende Christen in Zentralindien und im Norden sind von teilweise massiver Gewalt betroffen. Millionen werden diskriminiert. Zum ersten Mal ist Indien in den Top Ten des Weltverfolgungsindex (WVI).

Christen unter Druck

Laut Shibu Thomas, dem Gründer des «Persecution Relief Network», werden diese Vorfälle im Vorfeld der politischen Wahlen 2019 weiter zunehmen. In der WVI-Berichtsperiode 2018 wurden 12.500 Fälle von Gewalt gegen Christen dokumentiert. «Den Verfolgern zufolge haben Christen nichts mit unserem Land zu tun und Extremisten verkünden, dass Indien für die Hindus ist, eine hinduistische Nation», sagt Thomas.

Zur Schaffung ihres idealen Staats nutzen die Hindu-Nationalisten staatliche Gesetze, Bildung, Veranstaltungen namens «Ghar Wapsi», bei denen ehemalige Hindus zum hinduistischen Glauben zurückbekehrt werden, sowie Druck und Gewalt. Kürzlich konnten Pastoren aus unserem Partnernetzwerk mit vier Familien sprechen, die im November 2018 gezwungen wurden, öffentlich ihrem Glauben an Jesus abzuschwören. «Wir wurden von unseren Familienmitgliedern und Mitgliedern hinduistischer Extremistengruppen unter Druck gesetzt, dieses Ritual von «Ghar Wapsi» durchzuführen, um das Christentum zu verlassen. Uns wurde gedroht, aus dem Dorf vertrieben und brutal gefoltert zu werden. Aber in unseren Herzen gehören wir immer noch zu Jesus.» 

«Ghar Wapsi», zu dem auch Angriffe auf christliche Versammlungen und Verhaftungen von Pastoren gehören, gewinnt an Aufwind. Die Medien verherrlichen die Bemühungen der Extremistengruppen, die unzählige Familien überzeugen können, zu ihrem ursprünglichen Glauben zurückzukehren. In Hass-Kampagnen beschuldigen sie Pastoren und Kirchen, Bekehrungen mit Geld und anderen betrügerischen Mitteln zu erschleichen. 

Unsere Hilfe verdoppeln

Pastor Samuel, einer unserer vielen Partner in Indien, macht einen dringenden Aufruf: «Wir – die indische Kirche – bitten Sie – die Kirche weltweit – sich angesichts des Aufstiegs des radikalen Hinduismus mit uns zu vereinen. Zusammen können wir die bedürftigsten, verfolgten Christen in Indien erreichen. Wir unterstützen sie mit Seminaren zum Umgang mit Verfolgung, mit Soforthilfe und mit Projekten zum Lebensunterhalt.»

Mit Ihrer Hilfe möchten wir bis 2020 doppelt so viele verfolgte Christen in Indien wie bisher erreichen. Das dringlichste Bedürfnis ist, die Seminare zum Umgang mit Verfolgung zu multiplizieren und den bedrängten Christen den Aufbau von Kleinunternehmen zu ermöglichen.

Bhuwan, der an einem Verfolgungsseminar teilgenommen hat, sagt: «Die rechtlichen Grundlagen, die uns vermittelt wurden, sind sehr praktisch. Ich habe gelernt, wie wichtig der ganzheitliche Dienst ist. Wir sollten uns nicht nur auf das geistliche Wachstum konzentrieren, sondern auf die Kirche als Ganzes. Nicht nur die Bibel lesen, sondern auch den Hungernden beistehen. Wir müssen die Bibel und unsere Rechte gut verstehen. Danke für Ihre Hilfe. Gemeinsam können wir Indien zu einem besseren Ort machen.» /

Beitrag zum Aufbau eines Kleinunternehmens für mehrere Familien – EUR 85,00

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