13.06.2017 /
Syrien
/ Projekt

Hoffnung wiederherstellen – die nächste Phase der Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten»

Seit Beginn der Kämpfe im Irak und in Syrien steht Open Doors den Kirchen mit zahlreichen Hilfsprojekten zur Seite. Nun gibt es Grund zur Hoffnung und an vielen Orten kehren die Menschen in ihre zerstörten Häuser und Dörfer zurück. Im Rahmen der Kampagne «Hoffnung für den Nahen Osten» engagiert sich Open Doors für den Wiederaufbau und investiert in Hoffnungszentren sowie Business-Projekte.

Heute arbeitet Open Doors in Partnerschaften mit Kirchen fast aller Konfessionen in den meisten Regionen Syriens. 

Zahlreiche Familien sind in ihre Häuser in Maaloula, Homs und Damaskus zurückgekehrt, doch die Zerstörung ist enorm. Open Doors hilft ihnen mit finanzieller Unterstützung zur Renovierung der Häuser. Zudem wurden einige Business-Projekte lanciert, zum Beispiel ein Nähatelier in Maaloula, eine Möbelfabrik in Homs und ein Milchbauernhof in der Nähe von Hasaka.

Würde gewinnen durch ein eigenes Einkommen

Während wir in Syrien unsere Unterstützung in Form von Soforthilfe schrittweise reduzieren, investieren wir in Projekte, die es Syrern ermöglichen, selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Durch unsere Partnerkirchen vergeben wir kleinere und größere Darlehen an Christen mit guten Ideen für einkommensschaffende Projekte sowie an größere Unternehmen wie eine Druckerei in Aleppo, eine Näherei oder eine Schwammfabrik in Homs. Durch unsere Partnerkirchen werden auch Kleinkredite an Einzelpersonen vergeben. 

Hoffnung vermitteln

Die Kirche als Hoffnungsträger und Brückenbauer zur Gesellschaft: Das ist die Idee der Hoffnungszentren. Pastor Musa* hat in Safita ein solches Zentrum eröffnet. Die Stadt im Westen Syriens ist vom Krieg nicht so stark betroffen, wird jedoch von Binnenflüchtlingen überflutet. 

Pastor Musa sagt: «Die Leute brauchen Menschen, die sie trösten und ihnen Frieden bringen. Die Kinder brauchen jemanden, der ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Das wollen wir tun. Wir wollen Frauen verschiedene Fertigkeiten zur Einkommensgenerierung vermitteln und Förderkurse für Kinder anbieten, denn der Bildungsstand hat mit dem Krieg stark abgenommen.» 

Das Zentrum ist eine wichtige Ergänzung zur physischen, psychologischen und sozialen Hilfe, die Pastor Musa und sein Team den Bedürftigsten bieten.

Derzeit gibt es vier solche Zentren in Syrien, drei weitere wurden kürzlich genehmigt. Weitere sechs Anträge werden derzeit auf die Umsetzbarkeit ihrer Pläne geprüft.

2018 wurden 16 Hoffnungszentren in Syrien eröffnet oder unterstützt.

Unser Ziel ist es, bis Ende 2020 in Syrien 60 Hoffnungszentren zu haben.