26.05.2018 / news

Indonesien: Ein herausfordernder Heilungsprozess

Bei einem Bombenanschlag auf ihre Kirche im Jahr 2016 wurden ihre Kinder getötet oder schwer verletzt. Ende April nahmen die Familien der Opfer am Prozess gegen den Hauptverdächtigen teil.

Die Familien der verletzten Kinder konnten an der Gerichtsverhandlung aussagen. Eine schwierige Aufgabe, nachdem sie nun endlich am Weg der Besserung sind und neue Hoffnung finden, wie Alvaros Mutter Marsyana Tiur bezeugt:

"Anfänglich weigerten wir uns, an der Gerichtsverhandlung teilzunehmen, weil sie traurige Erinnerungen wecken würde. Aber man sagte uns, dies sei wichtig für uns."

Der Vater der kleinen Intan, die beim Anschlag ums Leben kam, befürchtet, dass die Zeugenaussagen den Hass der Terroristen neu entflammen könnten.

Der Angeklagte Aman Abdurrahman wird beschuldigt, der Drahtzieher des Angriffs vom 13. November 2016 auf die Kirche in Samarinda (Borneo) zu sein. Ein Kind wurde dabei getötet und drei weitere schwer verbrannt. Der einflussreiche islamische Extremist verbüßt derzeit eine neunjährige Haftstrafe. Er muss wegen seiner führenden Rolle in einer Reihe von Bombenanschlägen mit der Todesstrafe rechnen.

Ermutigende Zeichen

Neben der Traumabehandlung, die sie seit dem Anschlag erhalten, werden die Kinder wegen ihrer Verbrennungen noch immer medizinisch behandelt.

Alvaro musste sich in kurzer Zeit mehreren Operationen unterziehen und braucht psychologische Unterstützung. Aber er überwindet jetzt seine Ängste, und seine Wunden heilen. Ein echtes Wunder für seine Mutter: "Was jetzt zählt, ist mein Kind."

Die Familie wartet noch immer, dass die Regierung die finanziellen Mittel für die Behandlungskosten zur Verfügung stellt.

Trinity, 5, muss weiterhin an ihren Verbrennungen behandelt werden. Die Heilung schreitet gut voran, wie ihr Vater berichtet. Nach einer ersten Behandlungsphase in China muss Trinity erneut dorthin reisen, um die Therapie fortzusetzen.

Schreiben Sie Alvaro, Trinity und Anita ein paar Worte, um sie zu ermutigen!