13.10.2019 / news

Burkina Faso: Kirchen schlagen Alarm

Angesichts des zunehmenden Terrorismus im Land appellieren die Kirchen von Burkina Faso an die internationale Gemeinschaft.

Die Föderation der Evangelischen Kirchen und Missionen (FEME) richtet einen nachdrücklichen Appell an die internationale Gemeinschaft, den vertriebenen Menschen in Burkina Faso zu helfen. Laut FEME muss gehandelt werden, bevor das Land im Chaos versinkt.

Dschihadistische Angriffe

Burkina Faso erlebt nach der Verschärfung der dschihadistischen Angriffe im Norden des Landes eine beispiellose humanitäre Krise. Die gesamte Bevölkerung ist besorgt, in den letzten Monaten wurden insbesondere Christen gezielt angegriffen. «Das ist ein neues Phänomen in diesem Land, das eine Kultur der interreligiösen Toleranz hat, die nirgendwo sonst im Sahel zu finden ist», sagt Illia Djadj, Westafrika-Experte von Open Doors. Er erklärt weiter: «Wenn Burkina Faso ins Chaos stürzt, wird die ganze Region betroffen sein.»

27 Christen gezielt ermordet

Im Jahr 2019 wurden 27 Christen bei acht gezielten Angriffen ermordet. Im Norden des Landes wurden Dutzende von Kirchen geschlossen, um weitere Angriffe zu verhindern. Eine unbekannte Anzahl von Pastoren und ihren Familien wurden entführt und bleiben in Gefangenschaft, andere wurden vertrieben.

Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen humanitäre Hilfe, was 7,6 Prozent der Bevölkerung von Burkina Faso entspricht.