Was ist Christenverfolgung?

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 beschreibt in Artikel 18 die Gedanken-, Gewissens-, und Religionsfreiheit als ein zentrales Menschenrecht. Entsprechend wurde die Verfolgung von Menschen aufgrund ihres religiösen Bekenntnisses in internationalen menschenrechtlichen Vereinbarungen stets als berechtigter Flucht- und Asylgrund anerkannt. Eine einheitliche Definition von religiöser Verfolgung konnte allerdings nicht erreicht werden.

Open Doors vertritt eine an der Bibel orientierte und breite Definition von Christenverfolgung. Gemäß den Worten Jesu müssen seine Nachfolger damit rechnen, dass ihr Bekenntnis zu ihm auch Ablehnung und Feindseligkeit auslösen wird (vgl. Joh 15,20: "Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.").

Verfolgung von Christen ist für Open Doors demgemäß "jede Feindseligkeit, die Christen von Seiten der Welt als Folge ihrer Identifikation mit Jesus Christus erfahren".

Eine ähnliche Definition gibt der Experte Christof Sauer vom Internationalen Institut für Religionsfreiheit (IIRF). Nach ihm ist Verfolgung "jegliche ungerechte Handlung unterschiedlichen Grades von Feindseligkeit, mit einem oder mehreren Beweggründen, gegenüber einer bestimmten Einzelperson oder einer bestimmten Gruppe von Menschen, die Schaden unterschiedlicher Intensität anrichtet, wie er aus dem Blickwinkel des Opfers wahrgenommen wird".

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